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Ex-Nationalspieler

Roman Wallner wird erstmals Chef-Trainer

Stürmer-Legende steigt zum Head-Coach auf

Am Mittwoch sorgte die Rückholaktion von Andreas Fötschl zum SAK 1914 im Salzburger Fußball-Unterhaus für viel Staunen. Zwei Tage später platzt beim Regionalligisten die nächste "Bombe". Roman Wallner steigt beim Stadtklub nach etlichen Gesprächen vom Individual-Trainer zum Chef-Coach auf.

Salzburg

Vor rund einem Jahr beendete Wallner (hier im ausführlichen Interview) seine beindruckende Karriere als aktiver Fußballer. In seinen 22 Jahren als Profi spielte er bei insgesamt 14 Vereinen, trug 29 Mal das österreichische Nationalteam-Trikot und schoss dabei sieben Tore.

Nachdem der Wahl-Salzburger mit Wohnsitz in Rif-Taxach (Tennengau) die A-Trainer-Lizenz abschloss, startete sein Karriereweg auf der Trainerbank ähnlich schnell wie jener auf dem Feld.

Roman Wallner Krugfoto
Roman Wallner war auch bei der Sturm-Graz-Akademie im Gespräch, entschied sich jedoch für den SAK 1914.

Wallner: Vom "Co" zum Cheftrainer beim SAK 1914

Mit dem damaligen Chef-Coach Andreas Fötschl war Wallner im Herbst als Individualtrainer für die Abläufe im Angriff zuständig. Da Fötschl trotz imposanter Siegesserie von 14 ungeschlagenen Duellen (davon 13 Siege in Folge) vor die Türe gesetzt wurde, übernahm der ehemalige Teamstürmer Österreichs – wie berichtet – das Zepter an der Seitenlinie.

Drei volle Erfolge später und mit einem Torverhältnis von 10:1 konnte er gemeinsam mit der Mannschaft und Co-Trainer Stefan Weber den Regionalliga-Salzburg-Titel feiern. "Die Mannschaft hat es mir mit ihrer Mentalität und dem Siegeswillen leicht gemacht", blickte Wallner im SALZBURG24-Video (siehe oben) zurück. In der Winterpause hinter Neo-Trainer Thomas Hofer erneut hinten anstellen musste. Da die Verträge von Hofer – sowie jene von allen Spielern – aufgelöst wurden, musste der neue SAK-Dompteur ohne Pflichtspiel wieder seinen Hut nehmen.

Für Wallner bricht neue Ära an

Nach etlichen Glanzleistungen vor dem gegnerischen Tor bricht für den 38-Jährigen mit dem heutigen Tag auch im Trainergeschäft eine neue Ära an: Wallner übernimmt trotz einem Angebot der Sturm-Graz-Akademie als Wunschkandidat – wie berichtet – in der kommenden Spielzeit das Kommando beim Stadtklub.

"Ich möchte mich bei der Vereinsführung für das entgegengebrachte Vertrauen bedanken und werde alles tun, um mit dem Team erfolgreich zu sein", erklärte der gebürtige Steirer, der seit einem Jahr Sportmanagement an der deutschen Sportakademie studiert.

Finanzieller Faktor "kein Hauptmotiv"

Das Vorstandsteam der Blau-Gelben betont in einer Pressemitteilung, dass bei der Zusammenstellung des neuen Trainer-Duos die "soziale Komponente" groß geschrieben wird. Im Projekt "SAK-Neu" sei den Vereinsverantwortlichen wichtig, dass der Stadtklub wieder auf "gesunde Beine gestellt wird, um rund 200 Nachwuchskickern weiterhin eine fundierte Ausbildung garantieren zu können."

Der finanzielle Faktor soll für keinen der Spieler sowie Betreuer als Hauptmotiv für ein Engagement in der neuen Saison angesehen werden.

Jukic bleibt beim SAK – Strobl fraglich

Gemeinsam mit Rückkehrer Andreas Fötschl, der neben seiner Funktion als sportlicher Leiter auch Teil des Trainerteams sein wird, will Wallner ab 15. Mai unter den vorgegebenen Auflagen mit dem Rasen-Training starten. Fötschl kümmert sich bereits im Hintergrund um die Zusammenstellung eines schlagkräftigen Kaders.

Auf der Habenseite stehen Mersudin Jukic und der von Seekirchen zurückgekehrte Eugen Rexhepi. Indes spielen Robert Strobl (Kuchl) und Daniel Raischl (fast fix beim FC Pinzgau) mit Gedanken den Verein in Richtung Liga-Rivalen zu verlassen.

Fix weg ist Simon Sommer, der bereits in Oberösterreich beim SV Friedburg unterschrieben hat. Auch Goalie Hans-Peter Berger, der als sportlicher Leiter freiwillig zurückgetreten ist, hat den Verein ebenso verlassen.

(Quelle: SALZBURG24)

Aufgerufen am 26.05.2020 um 12:07 auf https://www.salzburg24.at/sport/fussball/unterhaus/roman-wallner-wird-cheftrainer-beim-sak-1914-86900770

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