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Erstmals mit Fans

Wie die Austria Salzburgs Corona-Vorbild sein will

Violette setzen freiwillig Masken auf

Das lange Warten hat bald ein Ende. In genau einem Monat steigt der heiß ersehnte Saisonstart im Salzburger Fußball-Unterhaus. Bevor es allerdings wieder um Punkte geht, bereitet das Coronavirus den Vereinschefs weiterhin Kopfzerbrechen. Wie geht man mit Zusehern um und welche (speziellen) Maßnahmen werden getroffen? Regionalligist Austria Salzburg setzt freiwillig auf Masken und appelliert an die Klubs: "Passt auf und minimiert das Risiko". Zudem dürfen das erste Mal wieder Fans ins Stadion.

Salzburg, Saalfelden am Steinernen Meer

Mehr als drei Monate hieß es im Amateurfußball "bitte warten". Seit vergangenem Wochenende rollt nach wochenlangem Training nun auch endlich bei Testspielen der Ball wieder. Unter anderem überrannte Regionalligist (RL) Anif Landesligist Tamsweg mit 10:0. Hallwang aus der Salzburger Liga überraschte gegen den komplett veränderten Regionalligisten SAK mit einem 3:2-Sieg.

 

Wegen Corona: Austrianer appellieren an Konkurrenz

Am Samstag (17 Uhr) startet auch Austria Salzburg seine Testspielserie. Die Amateure der SV Ried (RL Mitte) sind in Maxglan zu Gast. Die Violetten haben sich bereits für dieses Duell und im Hinblick auf den Liga-Start ein strenges Hygienekonzept auferlegt. "Wir wollen neue Maßstäbe setzen und als Vorreiter agieren. Daher werden wir alles Menschenmögliche unternehmen, um das Risiko einer Ansteckung zu minimieren", sagte Austria-Präsident Claus Salzmann im Gespräch mit SALZBURG24.

Zudem richtet der Boss einen Appell an die Konkurrenz: "Achtet aufeinander, passt bitte auf und minimiert das Risiko." Konkret hat Austria Salzburg für die ersten Probegalopps folgendes Sicherheitskonzept ins Leben gerufen:

  • Alle Spieler und Trainer werden zu den Spielen freiwillig mit Mund-Nasen-Schutz anreisen
  • Jeder Kicker hat eine eigene Getränkeflasche
  • Kontakt zu den Fans soll minimiert werden
  • Sitzplätze werden frei gehalten, um Distanz zu wahren
  • Markierungen regeln den Abstand beim Kiosk
  • Vorsicht bei Torjubel – kein Umarmen mit den Fans
  • Fans werden gebeten freiwillig Masken zu tragen
  • Über die Stadion-Lautsprecher werden immer wieder Hinweise kommuniziert
Florian Selner, Austria Salzburg SVAS
Austria-Platzwart Florian Selner macht es vor. Bei den Maxglanern setzt man freiwillig auf Mund-Nasen-Schutz.

Premiere für Austria-Salzburg-Fans

Für die Ried-Partie dürfen die Maxglaner laut Veranstaltungsgesetz und Anfrage beim Salzburger Magistrat 170 Fans den Eintritt zum Testspiel ermöglichen. Somit können die Violetten erstmals nach der langen Corona-Pause ein Fußballspiel besuchen. Generell sind seit Juli Veranstaltungen mit zugewiesenen und gekennzeichneten Sitzplätzen im Freiluftbereich mit bis zu 500 Personen zulässig. Mit 1. August und Liga-Beginn sind dann 750 Zuseher erlaubt.

 

Schaider: "Amateurfußball steht auf dem Spiel"

Die Angst, dass bei weiter ansteigenden Infektionszahlen die Maßnahmen erneut verschärft werden, ist bei den Violetten nach wie vor sehr groß. "Sollten Fans wieder verbannt werden, oder es erneut zum Saison-Abbruch kommen, steht der Amateurfußball am Spiel. Die meisten Vereine könnten sich das nicht mehr leisten und würden vor dem finanziellen Bankrott stehen", weiß Trainer Christian Schaider, dessen Team mit einem großen Kaderumbruch ein neues Gesicht erhielt.

Der Coach zeigte sich froh, dass die Maxglaner den "Schnitt gemacht" haben. Schaider habe in punkto Qualität ein gutes Gefühl, will die Rolle des Gejagten mit den stark verjüngten Austrianern – Altersdurchschnitt von 22,5 Jahren – nicht einnehmen. "Die internen Ziele werden wir erst besprechen. Fakt ist nur, dass jeder die letzte Saison vergessen machen will", fügte der 43-Jährige an.

Am Donnerstag wurde mit Aman Brinkmann (von Chiemgau Traunstein) noch die letzte Verpflichtung bekannt gegeben. Bei der Austria stehen acht Neuzugängen stehen zehn Abgänge gegenüber – der Kader umfasst somit 20 Spieler.

Auch Pinzgau rüstet sich für Liga-Start

Der Topfavorit in der anstehenden Regionalliga-Salzburg-Saison dürfte der FC Pinzgau sein. Darüber sind sich Salzburgs Trainer und Vereinsverantwortliche einig. Die Saalfeldener, die als einziger Klub den Aufstieg in die 2. Liga anstreben, sind für den Liga-Start gewappnet. Gestern sicherten sie sich die Dienste vom ehemaligen Grödig-Kapitän Lukas Schubert. "Neben einem Corona-Beauftragten, einem Gesundheitskonzept und Desinfektionsschleusen achten wir ganz besonders auf den Ein-Meter-Abstand", erklärte Vorstandsmitglied Christian Herzog.

Die Pinzgauer arbeiten weiterhin eifrig daran, Genehmigungen für ein neues Flutlicht an Land zu ziehen. "Wir basteln mit der Landesumweltschaft und der Stadtgemeinde an dem behördlichen Konzept", sagte Herzog. Die 800-Lux-Anlage soll rund 200.000 Euro kosten und aus China kommen.

(Quelle: SALZBURG24)

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