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Autos prägen unser Stadtbild

Schafft Salzburg die Verkehrswende?

Mit S-Link und Co zur klimaverträglichen Mobilität

symb_stau FMT-Pictures/MW
Ein gewohntes Bild in den zentrumsnahen Salzburger Stadtteilen: Stau und stockender Verkehr. (SYMBOLBILD)

Autokolonnen und Blechlawinen sind ein gewohntes Bild in der Stadt Salzburg. Dazu kommen Busse, die im Stau stehend zu spät kommen. Ein Lichtblick am Horizont könnte der keineswegs unumstrittene S-Link sein, um das jahrelange Verkehrschaos zu lösen. Aber reicht das aus, damit wir in 15 Jahren in einem weiterhin lebenswerten Salzburg wohnen?

Salzburg
  1. Salzburgs tägliches Verkehrs-Nadelöhr
  2. Warum wir ans Auto gewohnt sind
  3. Autos mit Verbrenner haben Ablaufdatum
  4. Verkehrswende mit S-Link?
  5. Mehr Parkraumbewirtschaftung
  6. Mit Fußgängerzonen zur autofreien Innenstadt
  7. Ausbau des Fahrrad-Netzes
  8. Salzburgs Weg aus dem Verkehrschaos?

Mittlerweile pendeln jeden Tag rund 60.000 Menschen mit ihren Autos in die Landeshauptstadt – Tendenz steigend. Vor allem im Berufsverkehr wird die seit Jahrzehnten anhaltende Salzburger Stau- und Verkehrsproblematik besonders sichtbar. Hinzu kommen jährlich rund neun Millionen Tagestourist:innen.

Das tägliche Verkehrs-Nadelöhr

Bei der großen Menge an täglich einpendelnden Fahrzeugen wirkt die Stadt Salzburg wie ein Trichter: Sobald die Blechkolonne die durch die Platzverhältnisse teils beengte Verkehrsinfrastruktur erreicht, staut sich der Verkehr an diesem Nadelöhr zurück. Das Ergebnis ist ein sehr langsamer Verkehrsfluss, der auch den aus dem Umland kommenden Öffentlichen Nahverkehr – oft ohne eigene Busspur – trifft und ihn somit als Alternative unattraktiv macht. "Das ist anachronistisch und gehört dringend überholt", fordert VCÖ-Sprecher Christian Gratzer im SALZBURG24-Interview.

 

Mit dem aktuell noch laufenden vierspurigen Ausbau der Münchner Bundesstraße in Salzburg-Liefering wird derweil mehr Platz für den motorisierten Verkehr geschaffen. Begründet wird die riesige Baumaßnahme mit besserem Verkehrsfluss, wovon auch die Öffis und Anrainer:innen profitieren sollen.

Warum wir ans Auto gewohnt sind

"Salzburg unterwirft sich dem Autoverkehr", sagt der renommierte Verkehrswissenschafter Hermann Knoflacher von der TU Wien zu S24 und begründet es mit der Geschichte: "Viele von uns sind in Städten aufgewachsen und daher von klein auf gewohnt, dass Autos das öffentliche Bild dominieren." Seit mehr als einem halben Jahrhundert prägen die motorisierten Wagen das Stadtbild, zeigt auch der Blick auf die Zahlen: 1922 gab es im Land Salzburg lediglich 162 Pkw, 126 Lkw und 117 Motorräder.

 

Und 1947 – also kurz nach dem Zweiten Weltkrieg – waren schon rund 9.000 Autos, Motorräder und Co auf den Salzburger Straßen unterwegs, heuer im September wurden fast 108.000 Kraftfahrzeuge allein in der Landeshauptstadt registriert. Landesweit waren 2021 insgesamt 447.524 Kraftfahrzeuge zugelassen. "Es wurde eine Welt geschaffen, die ideal für das Auto ist", fasst es Knoflacher zusammen. Aber ist der motorisierte Autoverkehr auch die Zukunft für die Städte?

Klimaschädliche Emissionen

Wenn es nach den Vorstellungen der Politik geht, gibt es ein Ablaufdatum. Die Ziele der Landesregierung sind durchaus ambitioniert: Denn laut dem Salzburger Masterplan Klima und Energie sollen die durch den Verkehr ausgestoßenen Emissionen allein bis 2030 massiv reduziert werden. Neben der drastischen Reduktion des fossilen motorisierten Individualverkehrs sollen alternative Antriebe forciert und der Öffentliche Verkehr sowie Radverkehr weiter ausgebaut werden.

Die klimaschädlichen Emissionen des Verkehrs waren aber selbst im Corona-Jahr 2020 in Österreich höher als im Jahr 1990, so das Ergebnis eine VCÖ-Analyse auf Basis von Daten des Umweltbundesamts. So nahmem auch in Salzburg die Pro-Kopf-Emissionen des Verkehrs um über 30 Prozent zu.

Ablaufdatum für Autos mit Verbrenner

Das Auto mit Verbrennungsmotor ist heute schlichtweg das Verkehrsmittel Nummer eins, weil viele Menschen darin die Vorteile der räumlichen Mobilität sehen. Und bis 2035 können in der EU noch treibhausgasausstoßende Fahrzeuge verkauft werden.

Aber ist das noch zeitgemäß? Schließlich leidet die Lebensqualität vor allem bei Anrainer:innen der vielbefahrenen Straßen: Zahlreiche Studien belegen, dass neben den ausgestoßenen Emissionen besonders der Verkehrslärm gesundheitsschädigend ist. Zentrale Maßnahmen, um die Gesundheit der Bevölkerung zu erhöhen, sind eine Verkehrsberuhigung durch Tempo 30 statt 50, mehr Begegnungszonen und Platz zum Gehen und Radfahren.

VCÖ: Vorteile Tempo 30 VCÖ
Tempo 30 führt zur einer deutlichen Lärmreduktion.

Verkehrswissenschafter Knoflacher kann sich die Innenstädte der Zukunft grundsätzlich nicht mit motorisiertem Verkehr vorstellen: "Die Menschen müssen mit geeigneten Maßnahmen gezwungen werden, das Auto stehen zu lassen." Andernfalls würden innerstädtische Bereiche über kurz oder lang "dahin vegetieren".

Voraussetzungen für autofreie Innenstadt

Voraussetzung dafür ist allerdings eine entsprechende Infrastruktur. "Wenn das Umfeld autofreien Verkehr zulässt, wird er auch genutzt", weiß VCÖ-Sprecher Gratzer: "Ballungsräume brauchen ein leistungsfähiges und leistbares Öffi-System, um den Verkehr vom Auto zu verlagern." Außerdem erforderlich sind geeignete Verbindungen zu den umliegenden Gemeinden.

Überlegungen zu autofreien Ortszentren – zumindest an ausgewählten Wochenenden – haben bereits die Flachgauer Gemeinden Seekirchen und Mattsee angestellt und teils auch schon durchgeführt.

Ist der S-Link die Salzburger Verkehrszukunft?

Neben den Bussen gibt es heute in und rund um die Stadt Salzburg die Lokalbahn bzw. S-Bahn, die die näheren Umlandgemeinden mit der Landeshauptstadt verbinden. Ein Meilenstein in der Verkehrswende soll die seit Jahrzehnten diskutierte und nicht unumstrittene Stadtregionalbahn S-Link werden.

Die unterirdische zweigleisige Trasse vom Lokalbahnhof bis zur Akademiestraße wurde zuletzt seitens der Politik befürwortet. Der Spatenstich für den ersten der insgesamt vier Bauabschnitte ist für Ende 2023 geplant. Die Inbetriebnahme für die Strecke vom Hauptbahnhof zum Mirabellplatz ist 2026 vorgesehen. Dafür wurden zuletzt 200 Millionen Euro veranschlagt, die sich der Bund, das Land und die Stadt Salzburg aufteilen.

Im nächsten Bauabschnitt soll der S-Link unterhalb des Platzls mit einer Haltestelle beim Mozartsteg die Salzach unterqueren und dann über den Unipark bis in den südlichen Teil der Landeshauptstadt verlaufen. Nach der Fertigstellung soll die Verlängerung der Lokalbahn auf einer Gesamtlänge von 17 Kilometern den nördlichen Flachgau mit der Stadt Salzburg über Anif und Hallein verbinden.

Offene Fragen zu anfallenden Kosten

Ein neuer Lokalbahnzug mit drei Garnituren bietet eigenen Angaben zufolge Platz für bis zu 700 Personen. Die Fahrt von Bergheim zum Unipark soll dann weniger als zwölf Minuten betragen. Bei einer Frequenz von 7,5 Minuten könnte der S-Link rund 5.500 Personen pro Stunde in beide Richtungen transportieren. Eine Aufstellung der insgesamt anfallenden Kosten steht allerdings noch aus, genauso wie die konkrete weitere Trassenführung.

Nach Fertigstellung dieses Mega-Bauvorhabens soll jedenfalls der "Mensch im Mittelpunkt stehen" und die Stadt Salzburg "frei von Autoschlangen und Blechlawinen" sein, wie es in einem PR-Video heißt. Dadurch soll der Verkehr auf ein Minimum reduziert werden. Für Salzburgs Verkehrs-Landesrat Stefan Schnöll (ÖVP) ist dieses Öffi-Schlüsselprojekt "die einzige Chance für eine Verkehrswende, die wir haben." Die nunmehrige LH-Stv. Martina Berthold (Grüne) sagte in ihrer ehemaligen Funktion als Salzburger Baustadträtin, dass der S-Link das alternativlose "Rückgrat der Verkehrszukunft" sei, weil damit auch der Zentralraum ans Salzburger Öffi-Netz angebunden werde.

Kritik am Mega-Bauprojekt

Überhaupt kein gutes Haar lässt Verkehrsforscher Knoflacher am S-Link. Das Mega-Projekt sei das "Ergebnis einer völlig absurden Fehlpolitik“ und angesichts der dadurch entstehenden Kosten "ein Anschlag auf die Salzburger Bevölkerung“. Er verweist auf andere unterirdische Öffi-Projekte, deren Kosten explodiert seien. Das eingeplante Geld könnte stattdessen in den bestehenden Nahverkehr investiert werden. Der Verkehrsforscher kritisiert konkret die unterirdische Trassenführung: "Durch die vertikalen Unterschiede ist keine Netzbindung möglich, was zu einer massiven Benachteiligung für die Menschen in der Stadt Salzburg führt."

Der S-Link-Betreiber beruft sich indes auf "umfangreiche Prüfungen und Gutachten", die gezeigt hätten, "dass alle Varianten, die teilweise bzw. gänzlich an der Oberfläche geführt würden, hinsichtlich der Fahrzeit, Kapazität, Umweltwirkungen und Co gravierende Nachteile aufweisen."

Knoflacher befürchtet zudem, dass durch den Bau Obus-Haltestellen an der Oberfläche verschwinden, was dem Autoverkehr zugutekommen würde. "Heute ist überhaupt nicht klar, wie sich der Autoverkehr in den nächsten Jahren durch den S-Link verändern wird." Die Betreibergesellschaft verweist auf die noch offene Oberflächenplanung, "die nicht im Entscheidungsbereich der S-Link-Projektgesellschaft liegt". Hier dürfte also das Verkehrsressort der Stadt Salzburg am Zug sein.

Für VCÖ-Sprecher Gratzer ist der S-Link keinesfalls unumstritten, aber "nach jahrzehntelangen Diskussionen wohl die beste Lösung, die auch nicht alle Obus-Linien ersetzen wird." Es gebe demnach nicht die eine funktionierende Maßnahme für die Verkehrswende, es brauche einen Mix an geeigneten Instrumenten.

VCÖ: Vorteile Tempo 30 VCÖ
Mit geeigneten Maßnahmen können Öffis den Autovekehr in einer Stadt ersetzen.

Flächendeckende Parkraumbewirtschaftung

Eine weitere Maßnahme, um den Autoverkehr in Innenstädten zu verringern, ist die Reduktion der bestehenden Stellplätze. Internationale Großstädte wie Bern, Köln, Amsterdam und Paris haben längst damit begonnen, sukzessive Stellplätze im Stadtgebiet zu reduzieren. "Das führt zu mehr Platz für klimaverträgliche Mobilität, denn jeder zusätzliche Parkplatz verursacht auch mehr Verkehr", sagt Gratzer. Zudem stehen Parkplätze für Flächenverbrauch sowie Bodenversiegelung und gelten damit wiederum als Energieschleudern.

Durch die flächendeckende Parkraumbewirtschaftung sei zudem in Wien viel Platz auf und neben den Straßen freigeworden. Und von den Einnahmen profitiere schlussendlich auch die Stadt. Knoflacher ortet weiters "eklatante Unterschiede bei den Parkplatzkosten in Innenstädten und vor Shoppingcentern in Randbezirken" und fordert daher schon länger eine Anpassung. Die dadurch entstehenden Mehreinnahmen könnte die Stadt an die lokale Wirtschaft weitergeben, so der Verkehrsforscher.

Fußgängerzonen keine neue Idee

Eine weitere Möglichkeit, den Autoverkehr zu reduzieren, ist der Ausbau von Fußgängerzonen. Und das ist absolut keine neue Idee für die Stadt Salzburg. 1952 wurde der Residenzplatz autofrei. Zwei Jahre später wurde diskutiert, den Autoverkehr aus der Altstadt zu verbannen, was auf heftige Ablehnung durch Vertreter:innen der Wirtschaft stieß. Parkverbote für den Alten Markt und den Kapitelplatz seien wirtschaftsschädigend, hieß es damals. 2013 wurde dann jenes Verkehrskonzept verabschiedet, das den Individualverkehr aus der Griesgasse verdrängt. Im gleichen Jahr wurde der Ring aus senkbaren Pollern geschlossen, mit denen das illegale Einfahren von Autos in die als Fußgängerzone ausgewiesene Altstadt verhindert wird. Heute ist es völlig normal für Bewohner:innen und Tourist:innen, dass Getreidegasse und Co frei vom Kfz-Verkehr sind.

In autofreien Innenstädten bleibt freilich ein notwendiger Teil des motorisierten Verkehrs beibehalten, wie etwa Einsatzfahrzeuge und Lieferverkehr. Das würde 10 Prozent des heutigen Verkehrsaufkommens ausmachen. Davon würden nicht nur die Anrainer:innen, sondern auch der Einzelhandel profitieren, aber auch die Öffis, die nicht mehr im Stau stehen.

Ausbau der Fahrradweg-Infrastruktur

Von verkehrsberuhigenden Maßnahmen profitiert auch der Radverkehr. Denn mehr Verkehr auf Drahteseln bedeutet eine Entlastung für den Autoverkehr und verbessert damit indirekt den öffentlichen Busverkehr. Im Rahmen der "Radstrategie 2025+" soll das Radwegnetz sukzessive ausgebaut und Lücken geschlossen werden. Dabei soll auch die Fahrrad-Erreichbarkeit der Umlandgemeinden verbessert und mehr Abstellmöglichkeiten angeboten werden. Ein weiteres Ziel ist, den Fahrradanteil im Verkehr auch bei Schlechtwetter und im Winter zu steigern. Voraussetzung dafür ist eine gute und sichere Infrastruktur. Schon heute werden allein in der Stadt Salzburg jährlich über zehn Millionen Fahrradfahrten gezählt.

Der Mozartstadt steht ein jährliches Investitionsbudget von zwei Millionen Euro zur Verfügung, um den Radverkehrsanteil weiter zu erhöhen. Neben den Radwegen entlang der Münchner und Innsbrucker Bundesstraße sind in den kommenden Jahren weitere baulich getrennte Geh- und Radwege geplant. Die Landeshauptstadt sieht für sich einen erreichbaren Radverkehrsanteil von 30 Prozent.

Salzburgs Weg aus der Verkehrsmisere?

Während der Autoverkehr zu Gesundheitsschäden durch Abgase, Lärm und Unfälle führt, kann Mobilität auch einen Beitrag zur Förderung der Gesundheit leisten. Denn wer möglichst viele Alltagswege zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegt, spart nicht nur einiges an Spritkosten, sondern tut auch der eigenen Gesundheit Gutes. Es ist allseits bekannt, dass regelmäßige Bewegung das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen reduziert, das Immunsystem stärkt und die Fitness verbessert.

VCÖ: Vorteile Tempo 30 VCÖ
Gesundheitseffekte im Verkehr im Überblick.

Der heutige Blick in die verkehrsgeplagte Stadt Salzburg offenbart aber oftmals eine andere Realität, die das Auto stark bevorzugt. Die Zukunft des Salzburger Verkehrs ist also auch stark abhängig vom politischen Willen und den vorherrschenden Machtverhältnissen. Ein Beispiel: Nach dem Aus der Mönchsberggaragen-Erweiterung durch eine Bürgerbefragung im Sommer schloss Bürgermeister Harry Preuner (ÖVP) weitere gänzlich autofreie Plätze in der Salzburger Altstadt kategorisch aus. "Es gibt unzählige Studien und wir wissen längst, was für eine lebenswertere Verkehrsplanung in Städten notwendig ist", sagt Knoflacher. "Wir müssen nichts von anderen kopieren, sondern das Problem grundlegend kapieren."

Salzburg und die Mobilität in der Zukunft

"Heute leidet Salzburg sehr stark unter der Verkehrsbelastung", sagt Gratzer und führt aus: "Um weiterhin lebenswert und wirtschaftlich erfolgreich zu sein, braucht es ein klimafreundliches und effektives Mobilitätsangebot." Schließlich sei die Stadt für die Menschen da und nicht für die Autos. Der S-Link könnte ein gewaltiger Schritt zur Salzburger Verkehrswende sein – auch wenn neben offenen Fragen zu Kosten, Durchführung und Co sicher weitere Maßnahmen benötigt werden, wie den Ausbau der Fahrrad-Infrastruktur. Mit dem "Masterplan Gehen" gibt es zudem finanzielle Förderungen vom Bund und Land für Gemeinden, um Fußgängerzonen, Wohnstraßen, Begegnungszonen zu errichten.

Und selbstredend gibt es viele Bewohner:innen Salzburgs, die außerhalb der Ballungsräume leben und aus unterschiedlichsten Gründen zwingend auf ihr motorisiertes Vehikel angewiesen sind. "Park & Ride"-Angebote können hier Möglichkeiten schaffen, um auch diese Orte näher an ein gut getaktetes Öffi-Netz anzubinden – gänzlich verschwinden wird das Auto mit ziemlicher Sicherheit nicht.

 

Bei der Planung der Verkehrszukunft dürfen also auch nicht jene vergessen werden, die keine Alternative zur motorisierten Fortbewegung haben. Es ist ein schmaler Grat für die politischen Entscheidungstragenden, schließlich sollen alle Menschen auch noch in 15 Jahren und darüber hinaus in einem weiterhin sehr lebenswerten Salzburg wohnen.

Wie schaut also der Verkehr in und um die Stadt Salzburg in 15 Jahren aus? Neben der ÖBB-Hochleistungsstrecke zwischen Salzburg-Kasern und Köstendorf könnte vor allem mit dem S-Link ein weiteres Mega-Bahnprojekt eine nachhaltige Form der Mobilität prägen. Es bleibt aber abzuwarten, ob Autos in den kommenden Jahren immer noch so viel Platz in den Städten eingeräumt werden, wie es heute noch vielerorts der Fall ist – oder ob Fußgänger:innen, Radfahrende und Co das Verkehrsbild der Innenstadt prägen. Dazu bleibt auch die Frage offen, ob es gelingt, den Großteil der Menschen dazu zu bewegen, ihr Auto für gewisse Zeiten bzw. vielleicht sogar für immer stehen zu lassen.

Es ist alles eine Frage des Willens. Und des Angebots an Mobilitätsalternativen.

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(Quelle: SALZBURG24)

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