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Goldener Hirsch

Salzburger Hotel für 30 Millionen Euro saniert

Traditionelles Flair erhalten, modernste Technik installieren, Denkmalschutz berücksichtigen: Das waren die Herausforderungen bei der Sanierung des Salzburger Hotels Goldener Hirsch. Neun Monate und 30 Millionen Euro später erstrahlt der Betrieb in der Altstadt in neuem Glanz.

Salzburg

Für das Hotel, das seit mehr als 20 Jahren Teil des UNESCO-Weltkulturerbes ist und unter Denkmalschutz steht, war eine „sanfte Renovierung“ geplant. Im Laufe der Renovierungsplanung wurde jedoch deutlich, dass der Zustand des Gebäudes erheblich schlechter war als erwartet. Die teilweise inakzeptable Bausubstanz – tragenden Wänden fehlte beispielsweise ein Fundament – und die völlig veraltete Infrastruktur machten eine Grundsanierung nötig.

Enormer Aufwand

Verzögert wurde das Vorhaben noch dadurch, dass beim Ausheben der dreieinhalb Meter tiefen Grube zur Unterkellerung zahlreiche archäologische Funde zutage traten.

Die Projektleitung hatte das Dresdner Architekturbüro smart architects GmbH über, gemeinsam mit dem Salzburger Architekt Wolfgang Pessl stellte man 48 Firmen und ein Team von 20 Architekten, Fachplanern und Ingenieuren zusammen. Beauftragt wurden vor allem Unternehmen aus der Region Salzburg und Umgebung. Neben dem Haupthaus, das ursprünglich aus sechs Häusern besteht, wurde zeitgleich auch das gegenüberliegende Kupferschmiedhaus umgebaut.

Goldener Hirsch: 240 Kilometer Kabel verlegt

Projektleiter Karsten Sippel kann mit Zahlen aufwarten: „Für den Rohbau haben wir 55.000 Arbeitsstunden geleistet – fast doppelt so viele wie geplant. Wir haben 57 Lkw-Ladungen Aushub abtransportiert, 700 Kubikmeter Beton und 83 Tonnen Stahl verbaut. Bei den Elektroarbeiten, die weitere 50.000 Stunden Montagearbeit umfassten, wurden insgesamt etwa 240 Kilometer Kabel und Leitungen verlegt. Das entspricht in etwa der Entfernung von Salzburg nach Wien.

Und für die neue Haustechnikanlage haben wir insgesamt 12.000 Meter Rohre neu verlegt. Glücklicherweise kam es bei den umfangreichen Bauarbeiten bisher zu keinen schweren Unfällen.“ Bis zum Abschluss der Arbeiten im Sommer werden noch 600 neue Türen und 2.000 Leuchten eingebaut und 7.500 Quadratmeter Stoff – was der Größe eines Fußballfeldes entspricht – für Bezüge und Vorhänge verarbeitet. Mehr als 1.500 Möbelstücke sind neu angeschafft worden, 120 alte Möbel wurden restauriert.

Neuer Zugang vom Karajan-Platz

Neu installiert und eingerichtet wurden im Zuge des Umbaus alle Bäder in den insgesamt 70 Zimmern und Suiten. Auch das Erdgeschoss ist neu konzipiert worden, was für die Gäste schon beim Betreten des Hotels deutlich wird: Durch die Verlagerung der Küche, die sich bisher im Erdgeschoss befand, konnte der Empfangsbereich mit der Rezeption wesentlich vergrößert werden. Dadurch gibt es jetzt auch einen Zugang vom Karajan-Platz.

(Quelle: SALZBURG24)

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