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VCÖ-Auszeichnung

Pinzgauer Mobilitätskarte überzeugt

Drei weitere Salzburg-Sieger

Mobilitätskarte Pinzgau Nikolaus Faistauer photography
Die Pinzgauer Mobilitätskarte wurde Ende März dieses Jahres vorgestellt.

Die Mobilitätskarte Pinzgau des Verkehrsverbunds Salzburg ist der diesjährige Gewinner beim VCÖ-Mobilitätspreis Salzburg. Drei weitere Projekte wurden als "vorbildliches Projekt" ausgezeichnet: Das Werfenweng Shuttle im Pongau, das Radhauptnetz der Stadt Salzburg und der Bauträger MB Projekt für ein stellplatzreduzierte Wohn- und Büroprojekt mit Car- und Bikesharing Angebot.

Die Mobilitätskarte Pinzgau wurde heuer vom Verkehrsverbund Salzburg in Kooperation mit den Pinzgauer Regionen eingeführt (wir haben berichtet). Von 1. Mai bis 31. Oktober können die Urlaubsgäste alle öffentlichen Verkehrsmittel im gesamten Pinzgau kostenlos benützen. Neben den Zügen der ÖBB und der Pinzgauer Lokalbahn sind auch die Regionalbusse im Angebot enthalten. Die Gäste bekommen die Karte automatisch in ihrer Unterkunft. Der Verkehrsverbund Salzburg rechnet, dass durch die Mobilitätskarte Pinzgau pro Saison rund 300.000 Autofahrten vermieden werden.

"Durch die Mobilitätskarte werden pro Saison 300.000 touristische Fahrten über Linienbusse und Bahnen abgewickelt. Diese Zahl kann sich noch mehr als verdoppeln. Anfang 2020 profitieren die Einheimischen zusätzlich: Mit Regionentickets um 365 Euro im Jahr kann das gesamte Öffi-Angebot im Pinzgau genützt werden", blickt Verkehrslandesrat Stefan Schnöll (ÖVP) bei der Verleihung des VCÖ-Mobilitätspreises bereits in die nahe Zukunft.

Beliebtes Werfenweng-Sammeltaxi reduziert Einzelfahrten

Seit Ende 2018 steht das Werfenweng Shuttle unter dem neuen Namen "W3-Shuttle" nicht nur der Bevölkerung von Werfenweng zur Verfügung, sondern auch der Bevölkerung der Gemeinden Pfarrwerfen und Werfen-Tenneck. Das „W3-Shuttle“ ist ein Anrufsammeltaxi für bis zu acht Personen, das auf fünf verschiedenen Kursen unterwegs ist und fünf Bediengebiete abdeckt. Fahrgäste können sich in einem der fünf Bediengebiete an einer Wunschadresse abholen lassen. Die Fahrgastzahlen haben sich seit dem Jahr 2002 von 4.400 auf rund 26.000 versechsfacht. Für heuer werden insgesamt 36.000 Fahrgäste erwartet.

Radhauptnetz der Stadt Salzburg

Bis 2025 möchte die Stadt Salzburg den Radverkehrsanteil von derzeit 20 auf 24 Prozent erhöhen. Um dieses Ziel zu erreichen, wird die Rad-Infrastruktur ausgebaut und verbessert. Neben den Radrouten entlang der beiden Salzachufer umfasst das Hauptnetz zwölf Radialrouten ins Umland, drei Ringrouten und eine Nord-Süd-Verbindung. Insgesamt werden 150 Einzelmaßnahmen umgesetzt, um ein durchgängiges Netz mit hoher Qualität zu schaffen. "Der Radverkehr hat das Potenzial, das gesamte Verkehrssystem und die Umwelt zu entlasten. Mit der Strategie und die Entwicklung des Hauptnetzes sind wir hier in die Offensive gegangen. Um auch den Pendlerverkehr zu einem großen Teil auf den Radverkehr zu verlagern, schließen wir auch die Umlandgemeinden an das Hauptnetz an", so Bürgermeister-Stellvertreterin Barbara Unterkofler (ÖVP).

Car- und Bikesharing statt Parkplätze

Auch der Wohnbauträger MB Projekt hat für sein Projekt "Stellplatzreduziertes Wohnen mit Bike- und Carsharing" die Auszeichnung "Vorbildliches Projekt beim VCÖ-Mobilitätspreis Salzburg" erhalten. Beim Gebäude in der Münchner Bundesstraße 108 werden zwei Carsharing-Fahrzeuge, eines davon ein E-Autos sowie Elektro-Fahrräder, E-Scooter und ein E-Transportfahrrad zum Verleihen angeboten. Zusätzlich sind die Autostellplatzkosten nicht Teil der Miete. Damit können die Mieten für Kleinwohnungen um bis zu drei Euro pro Quadratmeter reduziert werden.

Gansterer: Verkehr auf Klimakurs bringen

"Den Verkehr auf Klimakurs zu bringen ist eine besonders große Herausforderung. Um die Ziele erreichen zu können, müssen wir jedes Potenzial nutzen. Die vier Projekte, die wir heute beim VCÖ-Mobilitätspreis Salzburg auszeichnen, zeigen, wie die Klimabilanz des Verkehrs verbessert werden kann", gratuliert VCÖ-Experte Markus Gansterer den Gewinnern.

Schmolmüller: Veränderung beim Mobilitätsverhalten

"Die Mobilitätsbedürfnisse der Menschen ändern sich laufend. Gleichzeitig müssen wir gerade im Verkehrsbereich die Auswirkungen des Klimawandels bekämpfen und effektiv gegensteuern. Daher unterstützen wir den VCÖ-Mobilitätspreis als größtes Busunternehmen in Österreich aus vollster Überzeugung", so Peter Schmolmüller, Regionalmanager Nord bei ÖBB-Postbus.

(Quelle: SALZBURG24)

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