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Aufregung um Ausschluss

Elfmeter-Szene erhitzt bei Salzburg – Sturm Gemüter

Keine Tore im Gipfeltreffen

Der Bundesliga-Hit zwischen dem FC Red Bull Salzburg und Sturm Graz blieb am Samstag ohne Tor. In der 13. Runde trennte sich die Bullen vor vollem Haus gegen den steirischen Verfolger mit einem 0:0. Die Jaissle-Crew bleibt damit seit drei Ligapartien ohne Sieg gegen die "Blackies“. Für Aufregung sorgte der Ausschluss von Pavlovic.

Salzburg verteidigt die Tabellenführung und hält den Zwei-Punkte-Abstand auf den ersten Verfolger Sturm Graz. Mit dem 0:0 vor 15.527 Fans sind die Mozartstädter seit 33 Heimspielen ungeschlagen.

Sucic und Solet verletzen sich

Allerdings gesellten sich bei den Bullen weitere Akteure auf die ohnehin schon lange Verletztenliste. Neben Andreas Ulmer, Nicolas Capaldo, Fernando, Sekou Koita (beide Oberschenkel), Samson Tijani (Schien- und Wadenbein) und Dijon Kameri (Schulter) kamen im Topspiel zwei weitere Ausfälle dazu: Luka Sucic (Adduktoren) und Oumar Solet (Muskelverletzung) verletzten sich und sind für das Champions-League-Spiel am Dienstag gegen Chelsea fraglich.

Bis auf Solet sieht es bei den anderen angeschlagenen Kickern mit einem Einsatz gegen die Londoner eher düster aus.

Grazer sind Salzburgs größter Rivale

Der größte Liga-Rivale von Red Bull Salzburg im Kampf um den Titel ist schon lange nicht mehr ein Klub aus der Hauptstadt. Weder Rapid Wien noch die Austria konnten in den vergangenen Jahren den Bullen Paroli bieten.

"Wir sind gegen die Grazer mehr gefordert als gegen andere Gegner. Das sind wir in der Liga nicht gewöhnt", erklärte Nicolas Seiwald.

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Ilzer: "Froh, dass Meisterschaft noch nicht entschieden ist"

Vielmehr kristallisiert sich Vizemeister Sturm Graz als heißester Konkurrent heraus. Die "Blackies“ gewannen die letzten beiden Duelle gegen Salzburg knapp mit 2:1. Es scheint, als ob Graz-Trainer Christian Ilzer den Bullen-Code geknackt hat.

"Ich bin mit der Leistung zufrieden und kann mit dem Unentschieden gut leben. Nach dem vergebenen Sieg bin ich jetzt ein bisschen enttäuscht. Für mich ist es schön, dass Anfang November die Meisterschaft noch nicht entschieden ist – das tut uns und allen gut", resümierte Ilzer.

Zwei von sechs Niederlagen musste Salzburgs Coach Matthias Jaissle gegen die Steirer wegstecken.

Agyekum feiert Startelf-Debüt

Im Ringen um die Tabellenführung gestaltete sich der Beginn chancenarm. Maurits Kjaergaard (16.) klopfte das erste Mal mit einem Linksschuss an. Gegen aggressiv spielende Grazer feierte Lawrence Agyekum in der 13. Runde sein Startelf-Debüt für Salzburg.

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Der 18-Jährige ersetzte den verletzten Luka Sucic. Salzburgs Spielgestalter fiel vier Tage vor dem Champions-League-Duell gegen Chelsea beim Aufwärmen mit Adduktorenproblemen aus. Agyekum machte als "Zehner“ eine gute Figur, strahlte wie seine Teamkollegen jedoch wenig Gefahr aus.

Pavlovic-Energieanfall fast mit Tor belohnt

Weil die Angreifer zu harmlos waren, nahm sich Abwehrmann Strahinja Pavlovic (37.) ein Herz und dribbelte durch die Sturm-Verteidigung. Der Serbe verstolperte allerdings die beste Chance des Spiels aus sieben Meter Torentfernung.

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Wer dachte, dass beim Duell zwischen Erster gegen Zweiter ein Feuerwerk abgefeuert wird, wurde enttäuscht. Im Spitzenspiel neutralisierten sich die Teams und gingen torlos in die Halbzeitpause.

"Es war ein brutales Kampfspiel. Beide Seiten haben extreme Intensität auf den Platz gebracht, deshalb blieben vielleicht die ganz großen Torchancen aus. Auch wenn ich glaube, dass wir hinten raus noch mal richtig am Drücker waren und da gab es ja die eine oder andere brenzlige Situation", sagte Jaissle.

Red Bull Salzburg, Sturm Graz, Bundesliga, Fans GETTY/RED BULL
Red Bull Salzburg (weiß) traf in der 13. Bundesliga-Runde am Samstag auf Sturm Graz.

Köhn kratzt Ball von Linie

Für den leicht angeschlagenen Innenverteidiger Oumar Solet kam nach Wiederanpfiff Kamil Piatkowski ins Spiel.

Wie gefährlich Sturm sein kann, bewies Toni Horvath (56.), der bei einem starken Angriff seinen Meister in Bullen-Keeper Philipp Köhn fand. Der Schlussmann kratzte die Kugel gerade noch gerade von der Linie.

Pavlovic grätscht und sichert Remis

Der auffälligste Akteur im Kracher war Pavlovic. Salzburg konnte sich beim Abwehr-Ass bedanken, dass man nicht in Rückstand geriet. Der 21-Jährige verfehlte bei einem Eckball per Kopf knapp das Tor und rettete nur Sekunden später mit einer Glanztat.

Gegen William Böving (69.), der Köhn bereits umkurvte, grätsche der Innenverteidiger noch rein und verhinderte einen sicher geglaubten Treffer. "Pavlovic war absolut stark. Diese Mentalität und den Willen, die er auf den Platz bringt, zeichnen ihn aus. Er will einfach immer gewinnen", betonte der Bullen-Coach.

Ausschluss statt Elfmeter

Salzburg tat sich in der Offensive weiterhin schwer: Junior Adamu, der den Vorzug vor Benjamin Sesko erhielt, köpfte aus aussichtsreicher Position eine Wöber-Flanke drüber und scheiterte in der Schlussphase an Keeper Jörg Siebenhandl (88.).

Im Finish erhitzen sich die Gemüter. Zuerst sah Pavlovic (89.) nach einer angeblichen Schwalbe im gegnerischen Sechzehner Gelb-Rot. Zwar überprüfte der Videoschiedsrichter die Szene gegen Mohamed Fuseini, hatte am Ausschluss allerdings nichts mehr entgegenzusetzen und gab den Elfmeter nicht.

Strahinja Pavlovic GETTY/RED BULL
Strahinja Pavlovic (re.) wurde nach einer angeblichen Schwalbe mit Gelb-Rot des Feldes verwiesen.

Jaissle: "Strittige Entscheidung"

"Ich war mir sicher, ob es ein Elfmeter war. Ich bin enttäuscht, dass ich nächstes Spiel nicht spielen kann. Ich habe einen Kontakt gespürt, aber es ist okay. Es war ein hartes Spiel und das Unentschieden geht in Ordnung", erklärte Pavlovic gegenüber "Sky".

Auch Salzburg-Präsident Harald Lürzer, Sportdirektor Christoph Freund und Geschäftsführer Stephan Reiter waren außer sich und beteiligten sich an den hitzigen Diskussionen.

 

Jaissle, der öffentlich ungern über Schiedsrichterentscheidungen spricht, fügte nur an: "Manche Entscheidungen im Sechszehner hätte man für uns geben können. Jene gegen Pavlovic war auf jeden Fall strittig."

Chelsea kommt nach Salzburg

Mit dem torlosen Remis verändert sich an der Tabellenspitze zunächst nichts. Für Salzburg geht es am Dienstag in der Champions League gegen Chelsea (ab 18.35 Uhr im S24-LIVETICKER) weiter. Die Grazer bekommen es am Donnerstag in der Europa League mit Feyenoord Rotterdam zu tun.

Aufstellungen

Salzburg: Köhn - Dedic, Solet (46. Piatkowski), Pavlovic, Wöber - Seiwald, Gourna-Douath, Agyekum (81. Simic), Kjaergaard - Adamu, Okafor (66. Sesko)

Sturm Graz: Siebenhandl - Gazibegovic, Affengruber, Wüthrich, Dante (69. Schnegg) - Hierländer, Gorenc-Stankovic, T. Horvat (69. Kiteishvili), Prass - Emegha (60. Ajeti), Böving (84. Fuseini)

Gelb-Rote-Karte: Pavlovic (92./Foul, Unsportlichkeit)

Gelbe Karten: Agyekum, Kjaergaard, Jaissle bzw. Gazibegovic, Affengruber, Stankovic

Die Besten: Pavlovic, Köhn bzw. Gorenc-Stankovic, Hierländer

LIVETICKER zum Nachlesen

(Quelle: SALZBURG24)

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