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Keine Millionen-Verkäufe

"Bestes U23-Team" – Salzburgs neue Ziele

Bullen-Boss setzt verstärkt auf Jugendschiene

Christoph Freund, Red Bull Salzburg GETTY/RED BULL
Sportdirektor Christoph Freund setzt mit Red Bull Salzburg konsequent auf die eingeschlagene Jugendschiene. (ARCHIVBILD)

Scouts von Top-Teams stehen bei den Talenten von Red Bull Salzburg Schlange. Doch der Druck, Stützen für Millionen-Ablösesummen abgeben zu müssen, ist weniger geworden. Sportdirektor Christoph Freund verfolgt einen konsequenten Weg und will die beste junge Truppe Europas formen.

Nur wenige Unterschriften hat Christoph Freund im noch bis Montag offenen Transferfenster unter Verträge gesetzt.

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Ruhiger Winter ist Salzburgs Basis

"Es war ein sehr ruhiger Winter bei den Abgängen, das ist auch einmal schön", sagte der Sportdirektor von Fußball-Serienmeister Salzburg. In dieser Ruhe soll jene Kraft liegen, mit der man im Champions-League-Achtelfinale gegen die Bayern zumindest an der Sensation schnuppern will. In der Liga haben die Bullen ohnehin quasi nichts zu befürchten.

 

14 Punkte liegt man nach 18 von 22 Grunddurchgangsrunden vor den ersten Verfolgern Sturm und WAC – Sorgen schauen anders aus. Den Auftakt macht am Sonntag das Cup-Viertelfinale gegen den LASK, am 11. Februar gastiert die Truppe von Matthias Jaissle dann bei Rapid, ehe es am 16. Februar zuhause zum Kräftemessen mit den Bayern (Rückspiel in München am 8. März) kommt. "Wir haben zwei schwere Spiele vor Bayern", sagte Freund. "Das ist eine super Geschichte, dass wir gleich richtig gefordert sind. Das sind richtige Standortbestimmungen."

Sekou Koita, Champions League, Atletico Madrid GEPA/Red Bull
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24 Millionen Euro lassen Bullen eiskalt

Das erste Ziel hat Salzburg laut Freund bereits erreicht. "Es war das große Ziel, die Mannschaft zusammenzuhalten", betonte der 44-Jährige. So konnte es sich der Klub leisten, ein 24-Millionen-Euro-Angebot für Mittelfeldmann Brenden Aaronson von Leeds United abzulehnen. Auch Mohamed Camara war davor mit einem sofortigen Wechsel zu Atletico Madrid in Verbindung gebracht worden.

Red Bull Salzburg, Wolfsburg, Training, Aaronson Getty/Red Bull
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"Durch diesen außergewöhnlichen Herbst wollen auch viele Jungs weiter dabei sein", nannte Freund einen Grund für die personelle Stabilität. Der andere: "Wir haben uns in den vergangenen Jahren durch unsere Erfolge und vor allem unsere Transfererlöse eine sehr, sehr gute Basis geschaffen und stehen nicht so unter Druck."

 

Kristensen spielt sich in Auslage

Gekommen ist einerseits der 18-jährige Mittelfeldmann Oumar Diakite ("sehr spannend und interessant") aus der Elfenbeinküste, andererseits der Belgier Ignace van der Brempt. Der rechte Außenverteidiger soll später in die Rolle von Rasmus Kristensen schlüpfen, der wohl im Sommer schon Salzburger Geschichte sein wird. Zuletzt wurde der Däne mit José Mourinhos AS Roma in Verbindung gebracht.

Maximilian Wöber, Red Bull Salzburg, Kristensen GETTY/RED BULL
Rasmus Kristensen (re.) soll das Interesse vom italienischen Top-Klub AS Rom geweckt haben. (ARCHIVBILD)

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Auch Karim Adeyemi, der sich mit Dortmund bereits einig ist, Camara und Aaronson könnten den nächsten Schritt in eine größere Liga wagen. "Rasmus hat richtig gute sechs Monate gespielt und vorher auch stark aufgezeigt. Da gibt es sicher einige Interessenten", meinte Freund.

Salzburg setzt Fokus auf Jugendschiene

Van der Brempt war beim FC Brügge zwar nicht Stammspieler, hat unter anderem in sechs CL-Partien aber sein Können unter Beweis gestellt. "Er ist sehr schnell und robust, einer, der sehr aggressiv Fußball spielt und gut zu unserer Spielweise passt. Wir erhoffen uns in den nächsten Jahren von ihm sehr, sehr viel", erklärte Freund. "Vielleicht ist das ungewöhnlich, wenn einer vom belgischen zum österreichischen Meister wechselt. Aber so wie er Fußball sieht und wie er arbeitet, passt perfekt zu uns."

Die Absagen auf diverse Angebote für die Bullen zeigen jedenfalls eine gewisse Stärke. Dass man von der Jugendschiene abrückt, ist für Freund dennoch nicht denkbar. "Wir werden den Weg, den wir in den vergangenen Jahren gegangen sind, nicht weniger konsequent gehen, sondern vielleicht sogar noch konsequenter. Unser Ziel wird auch in Zukunft sein, die beste U22, U23 Europas zu sein."

(Quelle: SALZBURG24)

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