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Noch nicht geheilt

Austrias Mario Keil "vom Krebs befreit"

Salzburger (24) Kicker über die Chemotherapie

Mario Keil Mario Keil
Mario Keil von Regionalligist Austria Salzburg beim Heimtraining auf dem Fahrrad-Ergometer.

Die Schockdiagnose Lymphdrüsenkrebs stoppte Mitte Dezember die Fußball-Karriere von Austria Salzburgs Mario Keil. Die Chemotherapie schlug beim 24-Jährigen gut an – der Neukirchner (Pinzgau) hat keine aktiven Krebszellen mehr in ihm. Uns verrät er, wie hart sein Kampf war und was ihm während der Corona-Krise bei seinem Comeback-Plan geholfen hat.

Neukirchen am Großvenediger, Salzburg

"Ich bin vom Krebs befreit", erklärt Keil gleich zu Beginn des Gesprächs mit SALZBURG24. Dem Abwehrspieler merkte man die Erleichterung nach seiner dreimonatigen Chemotherapie gleich in den ersten Sätzen an. "Mir geht es gesundheitlich sehr gut, nur das abgestorbene Gewebe muss abgebaut werden", setzt der Pinzgauer fort.

Keil: "Krebs erst nach fünf Jahren besiegt"

Seit seiner letzten Arzt-Kontrolle im April hat der Austrianer keine aktiven Krebszellen mehr in ihm. Die Krankheit komplett besiegt zu haben, davon will Keil noch nicht sprechen: "Da der Krebs in fünf Jahren nach der Diagnose wieder zurückkehren kann." Die Corona-Krise hat der Student mit viel Training und wissenschaftlichem Arbeiten verbracht. Sein Doppel-Studium (Sportmanagement sowie Sport- und Bewegungswissenschaften) inklusive zweier Masterarbeiten hielten den 24-Jährigen auf Trab. "Ich nütze aber auch die Gelegenheit, um in der frischen Luft aktiv zu bleiben." 

Austrianer ist fit wie vor Schockdiagnose

Gestern erkundete der Salzburger auf insgesamt 149 Kilometern die Pinzgauer Landschaft rund um seine Heimat Neukirchen. "Sportlich bin ich wieder auf dem Fitness-Level wie vor der Diagnose." Wie der Sport-Freak die Intensitäten nach der kräfteraubenen Chemotherapie steuert? "Ich habe vier Sportbücher gelesen, die Krebs und eine Wiederaufnahme des Trainings thematisieren, und daraus meine Schlüsse gezogen."

Wann man die Nummer 24 wieder auf dem grünen Rasen und violettem Trikot sehen wird, lässt sich derzeit nicht abschätzen. Fest steht nur, dass Keil den Wiederanpfiff und die rollende Kugel herbeisehnt. "Ich will wieder kicken und vermisse den Ball schon." Ob der Pinzgauer Austria Salzburg erhalten bleibt, wird sich in den kommenden Wochen herausstellen. Bis dahin sollen die Gespräche mit dem Regionalligisten aufgenommen werden.

(Quelle: SALZBURG24)

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