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Wirbel in Bischofshofen

Schilchegger rechnet mit B'hofen-Boss ab

Schwere Vorwürfe gegen Patrick Reiter

Schilchegger und Khalil in Aktion Krugfoto
Simon Schilchegger rechnet mit Bischofshofen-Boss Patrick Reiter schonungslos ab.

In letzter Minute der Winter-Transferperiode gelang Simon Schilchegger am Donnerstag mit einem Anwaltsschreiben die Flucht von Bischofshofen nach Anif. Nach mehr als zwei Jahren im Pongau rechnet der Youngster gegenüber SALZBURG24 nun schonungslos ab und erhebt gegen BSK-Boss Patrick Reiter schwere Vorwürfe.

Bischofshofen

In der vergangenen Saison lief Schilchegger für Bischofshofen in der Regionalliga Salzburg elf Mal auf und erzielte dabei drei Treffer – nach zwei Jahren beim BSK wendet er sich nun offiziell vom Klub ab.

Schilchegger über "schlimmste Zeit" in Bischofshofen

Grund für den Ärger des Stürmers – der einen Dreijahres-Vertrag in Bischofshofen unterzeichnet hatte – sei der Umgang von BSK-Macher Patrick Reiter. "Es war die schlimmste Zeit meines Lebens. Patrick (Reiter, Anm. d. Red.) hat nach dem Tod meiner Mutter und trotz meiner psychischen Probleme enormen Druck ausgeübt. Ich erhielt kaum Pausen und war einfach nur fertig", sagte der 21-Jährige.

Schilchegger und Khalil in Aktion Krugfoto
Mit Bischofshofen gelang Simon Schilchegger (li.) 2018 der Aufstieg in die Regionalliga.

Reiter geht auf Schilcheggers Vorwürfe nicht näher ein

Auf Unterstützung seines Ex-Vereins wartete er nach eigenen Angaben vergeblich. "Ich solle mich nicht mehr bei ihm melden, da ich krank bin und Hilfe brauche, hat Reiter mir sogar einmal geschrieben", erläuterte Schilchegger. Auf S24-Anfrage wollte Reiter auf die schweren Vorwürfe nicht im Detail antworten." Das Thema Simon Schilchegger ist für den BSK abgeschlossen. Wir wünschen ihm sowie alle abgewanderten Spieler alles Gute", sagte Reiter.

Bereits im Sommer wollte der Flügelspieler den Verein wechseln, jedoch soll ihm der BSK-Macher damals schon mit einer Ablösesumme von 30.000 Euro Steine in den Weg gelegt haben. "Mir ging es echt schlecht. Ich war in psychiatrischer Behandlung und bekam die Empfehlung den Klub zu verlassen, da meine posttraumatischen Belastungsstörungen sich ansonsten verschlechtern können." Schilchegger erhielt das Gefühl, dass Reiter alles ihm mögliche unternahm, um einen Vereinswechsel zu unterbinden.

Patrick Reiter, Bischofshofen Krugfoto
Seit 2015 zieht Patrick Reiter beim Fußballverein in Bischofshofen die Fäden. (ARCHIVBILD)

Flucht aus Bischofshofen gelang erst per Anwalt

Nach seinem Schicksalsschlag und den gesundheitlichen Schwierigkeiten habe der Angreifer die Lust am Fußballspielen verloren. Um den Abgang doch noch zu realisieren, schaltete Schilchegger mit Vater Josef einen Anwalt ein. Erst als der Anwalt des 21-Jährigen per E-Mail und Brief Reiter und dem BSK mit einer Klage drohte, willigte dieser am Donnerstagabend (Transferschluss) einem Wechsel nach Anif ein. "Nun überwiegt einfach nur die Freude bei einem professionell geführten Klub wieder kicken zu können", fügte Schilchegger abschließend ein.

Für seine neue Herausforderung im Flachgau raten ihm zwei BSK-Spieler, die nicht per Namen genannt werden wollen, auf S24-Anfrage folgendes: "Simon ist ein guter Fußballer und toller Junge, aber halt manchmal sehr sensibel. Er muss mit Kritik umgehen lernen und sich hin und wieder selbst reflektieren."

(Quelle: SALZBURG24)

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