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Maulkorb

Franzosen wollen Adeyemi, kriegen ihn aber nicht

Salzburgs heißeste Transferaktie bekommt Interview-Verbot

Nein, nicht der französische Großklub Paris Saint-Germain (PSG) ist mit dem Titel gemeint. Sondern zwei Journalisten aus der Hauptstadt, die Karim Adeyemi vor der Kamera wollen, ihn aber nicht sprechen dürfen. Salzburgs begehrtes Mega-Talent erhält vor dem Champions-League-Achtelfinale einen Maulkorb.

Salzburg

798,54 Kilometer Luftlinie trennt Paris und die Mozartstadt. Für zwei TV-Reporter vom großen Bezahlsender Canal+, der die Champions League in Frankreich quasi als Monopol ersteigert hat, ist der Weg in die Mozartstadt nicht zu weit.

Reporter reisen trotz Korb an

Obwohl die Journalisten wissen, dass sie kein einziges Wort mit dem gefragten Stürmer austauschen werden, stand dennoch ein Besuch im Salzburger Stadtteil Taxham an. Das Objekt der Begierde: Karim Adeyemi.

Karim Adeyemi, Red Bull Salzburg SALZBURG24/ANDONOV
Karim Adeyemi beim Training mit Red Bull Salzburg.

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Karim Adeyemi SALZBURG24/Wurzer
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Kein Interview mit Salzburgs Mega-Talent

Auch, wenn seine Zukunft geklärt scheint: Vor dem wohl wichtigsten Spiel der Vereinsgeschichte der Bullen gegen die Münchner wollen viele große Medien ein Interview mit dem Neo-DFB-Kicker. Ganz egal wie groß deren Reichweite ist, eine Gemeinsamkeit haben sie: Alle erhalten vom österreichischen Abo-Meister eine Abfuhr. "Karim Adeyemi soll sich auf das Sportliche fokussieren. Wenn wir einen Interview-Wunsch genehmigen, wollen sofort auch andere mit ihm sprechen", lautet die Begründung des Klubs auf S24-Anfrage.

Red Bull Salzburg, Training SALZBURG24/ANDONOV
Zwei französische Journalisten reisten nach Salzburg, um Karim Adeyemi vor die Kamera zu kriegen. Anthony Wolfstyn (li.) und Julien Duez am Trainingsgelände in Taxham.

Verbindung zu Bayern München lockt Franzosen

Julien Duez und Anthony Wolfstyn besuchten den Deutschen beim Training und richteten den Fokus auf den pfeilschnellen Angreifer. Aber warum? "Wir wollen ein Porträt von Karim Adeyemi machen. Er ist in Frankreich noch recht unbekannt, hat aber das Potenzial der nächste deutsche Shootingstar zu werden. Zudem ist die Konstellation, dass er auf seinen Ex-Klub trifft, sehr spannend", betonte Duez in gutem Deutsch im Gespräch mit S24.

Freund: "Adeyemi hat Potenzial für Top-Klubs"

Tagelang pilgerte das Duo mit der Kamera durch die Mozartstadt und schnappte Impressionen von Salzburg auf. Ein Gespräch mit Sportdirektor Christoph Freund in der Bullen-Arena stand freilich auch auf dem Programm. "Er war sehr freundlich, wir haben uns über den möglichen Wechsel von Karim unterhalten. Freund betonte aber, dass er derzeit noch für Salzburg auf Torejagd gehen wird, aber sicherlich das Potenzial besitzt, eines Tages bei einem europäischen Top-Klub zu spielen", erklärte Duez.

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Zudem reisten die Franzosen auch nach München und unterhielten sich mit früheren Wegbegleitern. Manfred Schwabl, Präsident von Adeyemis Ex-Verein SpVgg Unterhaching und Mentor des 20-Jährigen, nahm sich für die Reportage Zeit. Ebenso Michele Baglieri, der den Angreifer beim TSV Forstenried in der F-Jugend trainierte. "Alle Interviews führten wir auf Deutsch, weil ein Gespräch in der Muttersprache der Protagonisten authentischer klingt", sagte der französische Journalist. Beim Versuch Adeyemis Eltern zu interviewen, fing sich das Duo allerdings die zweite Abfuhr ein. Weder Vater Abbey, noch Mutter Alexandra standen für ein Gespräch bereit. "Macht nichts, wir haben alles im Kasten."

Vor allem, weil sein bester Freund Ben Bako den Weg vor die Kamera wagte.

Große Adeyemi-Reportage auf Canal+

Kurz vor der Live-Übertragung des Champions-League-Achtelfinals wird Canal+ die Reportage in ganz Frankreich ausstrahlen. Sprich: Frühestens am 16. Februar bekommen ihn die Franzosen wieder vor die Linse – wohl ohne Maulkorb. Denn sollte Salzburg gegen Bayern München das Königsklassen-Hinspiel offen halten, wird Karim Adeyemi bei entsprechender Leistung wieder in aller Munde sein.

(Quelle: SALZBURG24)

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