Jetzt Live
Startseite Wintersport
Zwei Nachnominierungen

22 Salzburger greifen bei Olympischen Spielen an

106 ÖOC-Sportler gehen in Peking auf Medaillen-Jagd

Die Olympischen Winterspiele 2022 nähern sich in großen Schritten. Am Montag gab das Österreichische Olympische Comité (ÖOC) die Kader für die Bewerbe in China bekannt. 22 Athetinnen und Athleten starten für Salzburger Vereine. Stefan Brennsteiner darf sich nach großem Wirrwarr doch noch über eine Teilnahme freuen.

Salzburg

Das ÖOC wird mit 42 Athletinnen und 64 Athleten zu den XXIV. Olympischen Winterspielen (4.-20.2.) nach Peking aufbrechen. Die Teamgröße von 106 bedeutet einen Aktiven mehrals vor vier Jahren in Pyeongchang (Südkorea).

Doch elf statt neun Alpin-Herren

Die heftige Debatte um weitere Startplätze für Österreichs Alpine bei den Olympischen Spielen in Peking hat für den Österreichischen Skiverband einen guten Ausgang genommen. Die Sparte Alpinski erhielt vom Internationalen Olympischen Komitee vier zusätzliche Quotenplätze.

Salzburger nachnominiert

Österreich bekam zwei und vergibt sie an Riesentorlauf-Spezialist Stefan Brennsteiner aus Salzburg und Speedpilot Max Franz aus Kärnten. Der ÖSV und andere Nationen hatten in der Vorwoche darauf gedrängt, dass das IOC den Vorschlag, nicht genutzte Quotenplätze aus anderen Sportarten zu den Alpinen zu transferieren, zustimmt oder der Welt-Skiverband (FIS) fragwürdige Rennen annulliert, die für eine Quotenverschiebung sorgte.

20220122_PD5731.HR.jpg APA/GEORG HOCHMUTH/Archiv
Michael Matt hat einen positiven Corona-Test abgeliefert und fällt damit für den Nachtslalom am Dienstag in Schladming aus.

Michael Matt mit positivem Corona-Test

Torlauf-Spezialist Michael Matt hat am Montagnachmittag einen positiven Corona-Test abgeliefert und fällt damit für den Nachtslalom am Dienstag in Schladming aus. Noch unklar ist, ob Manuel Feller …

Das IOC sprach nun "im Interesse aller betroffenen Athleten" vier zusätzliche Plätze zu und forderte die FIS auf, ihr Qualifikationssystem zu überprüfen, um ähnlichen Problemen in Zukunft vorzubeugen. Österreich stellt damit im alpinen Bereich mit je elf Frauen und Männern das Maximalkontingent.

Tägliche PCR-Tests bei Olympischen Spielen

In 109 Wettkämpfen werden Gold-, Silber- und Bronze- Medaillen vergeben. Auch dieses Großereignis steht im Schatten der Corona-Pandemie.

Die Spiele finden wegen der Corona-Pandemie unter schwierigen Bedingungen statt, alle an Olympia beteiligten Personen betreten mit der Einreise nach China eine Blase und dürfen sich nur innerhalb dieser bewegen. PCR-Tests finden täglich statt, positiv Getestete werden in ein Quarantäne-Hotel bzw. bei symptomatischem Verlauf in ein Krankenhaus verlegt. Unproblematisch sind die Spiele auch aus anderer Sicht nicht, zahlreiche Länder reagieren wegen der Menschenrechts-Verstöße Chinas mit politischem Boykott.

Vincent Kriechmayr kennt die Strecke in Saalbach Erich Spiess
Vincent Kriechmayr kennt die Strecke in Saalbach bereits gut. 

Vier zusätzliche Alpinski-Quotenplätze fix

Die Debatte um weitere Startplätze für Österreichs Alpine bei den Olympischen Spielen in Peking hat für den Österreichischen Skiverband einen guten Ausgang genommen. Wie am Montag bekanntgegeben …

22 Olympia-Athleten starten für Salzburger Vereine

  • Mirjam Puchner (Ski Alpin)
  • Stefan Brennsteiner (Ski Alpin)
  • Lisa Eder anstelle von Sara Marita Kramer (Skispringen)
  • Stefan Kraft (Skispringen)
  • Daniel Huber (Skispringen)
  • Jan Hörl (Skispringen)
  • Julia Schwaiger (Biathlon)
  • Dunja Zdouc (Biathlon): Geboren in Kärnten
  • Simon Eder (Biathlon)
  • Katharina Innerhofer (Biathlon)
  • Teresa Stadlober (Langlauf)
  • Michael Föttinger (Langlauf)
  • Mario Seidl (Nordische Kombination)
  • Andreas Prommegger (Snowboard)
  • Katharina Ramsauer (Freeski)
  • Matej Svancer (Freeski)
  • Adam Kappacher (Skicross)
  • Severin Kiefer und Miriam Ziegler (Eiskunstlauf)
  • Markus Glück (Bob)
  • Robert Eckschlager (Bob)
  • Markus Sammer (Bob): Geboren in Tirol

Eberhard und Kreuzer nicht mit dabei

Unter den Nicht-Nominierten sind bekannte Namen wie Chiara Mair, Max Franz, Stefan Brennsteiner und Fabio Gstrein (Ski alpin), Julian Eberhard (Biathlon), Chiara Kreuzer und Philipp Aschenwald (Skispringen) sowie Lukas Klapfer (Nordische Kombination). Verletzungsbedingt kein Thema waren u.a. bei den Alpinen Adrian Pertl und Roland Leitinger, für Nicole Schmidhofer und Nina Ortlieb kommt Olympia nach ihren Verletzungen zu früh. Snowboarderin Claudia Riegler ist nicht gegen das Coronavirus geimpft und wurde daher nicht nominiert.

Das Alpin-Lager hofft noch auf zwei zusätzliche Startplätze: Der ÖSV und andere Nationen warten darauf, dass das IOC den Vorschlag, nicht genutzte Quotenplätze aus anderen Sportarten zu den Alpinen zu transferieren, zustimmt oder der Welt-Skiverband (FIS) fragwürdige Rennen annulliert, die für eine Quotenverschiebung sorgte. Die Diskussion ist im Laufen.

Sport-Asse: Teresa Stadlober APA/ROLAND SCHLAGER
Teresa Stadlober geht in Chinas Langlauf-Loipen bei den Olympischen Spielen 2022 in Peking auf Medaillenjagd. (ARCHIVBILD)

ÖOC-Präsident hofft auf rund 15 Medaillen

ÖOC-Präsident Karl Stoss äußerte am Montag die Hoffnung, erneut "reich bepackt nach Hause zu fahren", und gab eine Zielgröße der erhofften Medaillen aus. "Ich würde einmal die Latte in der Größenordnung zwischen Pyeongchang (14 Medaillen) und Sotschi (17) anlegen", sagte Stoss. "Wenn wir irgendwo da in der Mitte zuliegen kommen, ist es ein überaus großer Erfolg." Außerdem wolle man wie bei den vergangenen Spielen wieder zu den zehn besten Wintersportnationen zählen.

Andreas Prommegger, symb_Prommegger, APA/BARBARA GINDL
Andreas Prommegger, aufgenommen am 22. März 2021. (ARCHIVBILD)

Salzburger nun in illustrer Olympia-Gesellschaft

Andreas Prommegger wird im Februar in China zum fünften Mal bei Olympischen Winterspielen dabei sein. Der Salzburger Profi-Snowboarder wurde am Montag wie schon 2006, 2010, 2014 und 2018 vom …

Alpin-Quote bleibt vorerst auf neun

ÖOC-Generalsekretär Peter Mennel stellte eine Aufstockung des Aufgebots in Aussicht, falls sich die aktuell heftig diskutierte Alpin-Ski-Quote für Österreichs Männer noch auf 11 (statt aktuell neun) ändert. "Wir haben diesbezüglich noch Hoffnung. Aber der Nennschluss ist da, wir haben neun Herren genannt." Der ÖSV und andere Nationen warten darauf, dass das IOC den Vorschlag, nicht genutzte Quotenplätze aus anderen Sportarten zu den Alpinen zu transferieren, zustimmt, oder der Welt-Skiverband (FIS) fragwürdige Rennen annulliert, die für eine Quotenverschiebung sorgte.

Meisten Athleten aus Tirol

Österreich ist mit Ausnahme von Eishockey, Curling und Short Track in allen 15 Sportarten der 7 Sportfachverbände vertreten. Tirol (30) stellt neuerlich das Gros der rot-weiß-roten Teilnehmer, gefolgt von Salzburg (22), Kärnten (13), Vorarlberg (12), Steiermark (11), Niederösterreich (10), Oberösterreich (8) und Burgenland (1). Geht man nach der Vereinszugehörigkeit, dann ist nur die Bundeshauptstadt Wien nicht vertreten.

Jüngster und ältester Sportler aus Salzburg

Salzburg stellt den ältesten und jüngsten Teilnehmer: Alpin-Snowboarder Andreas Prommegger bestreitet mit 41 Jahren (Jahrgang 1980) seine fünften Winterspiele, Ski-Freestyler Matej Svancer (2004) erlebt 17-jährig seine olympische Feuertaufe.

Ein Paar - ein Mann und eine Frau - wird die rot-weiß-rote Fahne bei der Eröffnungsfeier am 4. Februar im Pekinger "Vogelnest"-Stadion tragen. Wer ist offen und wird bis 2. Februar festgelegt.

China lockert Corona-Test-Regularien

In Sachen Covid-Gegenmaßnahmen wurde der verlangte Ct-Wert von 40 auf 35 herabgesetzt. "Es zeigt, dass das IOC sehr gut mit den chinesischen Behörden verhandelt hat", sagte Mennel. Unproblematisch sind die Spiele auch aus anderer Sicht nicht, zahlreiche Länder reagieren wegen der Menschenrechts-Verstöße Chinas mit politischem Boykott. Österreichs Sportlerinnen und Sportler müssten sich in ihren Einschätzungen nicht zurückhalten, hieß es am Montag vom ÖOC. "Es ist jedem die Meinungsfreiheit erlaubt und wenn er oder sie etwas zu sagen hat, dann kann er das sehr gerne tun", erklärte Stoss, während Mennel knapp meinte: "Wir haben keinen Maulkorberlass."

Als erste Stadt überhaupt wird Peking sowohl Sommer- als auch Winterspiele austragen. 2008 fanden dort die Sommerspiele statt, deren Austragungsorte teils wiederverwendet werden - die Spiele würden damit auch Aspekten der Nachhaltigkeit gerecht, heißt es vom Internationale Olympische Komitee (IOC).

In der chinesischen Hauptstadt, wo alle Sportarten auf glatter Eisfläche stattfinden, hat man sich die Neuerrichtung von vier der sechs dortigen Wettkampfstätten erspart. Das Großereignis ist dennoch zu zwei Dritteln von Peking ausgelagert, in Yanqing finden die Wettkämpfe der Alpinen Skifahrer und im Eiskanal statt, in Zhangjiakou die nordischen Sparten, Biathlon und auch Snowboard. In allen drei Gebieten sind olympische Dörfer errichtet worden. Ein Teil der österreichischen Athleten wird auch außerhalb wohnen.

340 Personen aus Österreich reisen nach Peking

Die gesamte ÖOC-Delegation umfasst 340 Personen. Als Chef de Mission fungiert Christoph Sieber, der Sportverantwortliche im ÖOC und Windsurf-Olympiasieger 2000 in Sydney. Die Gesamtkosten belaufen sich laut ÖOC "aufgrund pandemiebedingter Reisebeschränkungen und Kostenexplosion" auf rund 5,5 Millionen Euro. Die Kosten für Pyeongchang 2018 betrugen 4,5 Mio. Ein "Austria House" als Treffpunkt für Gäste aus Sport, Wirtschaft, Tourismus, Politik und Medien wird es wie schon in Tokio 2021 nicht geben. Stattdessen wird es ein digitales Austria House angeboten.

(Quelle: SALZBURG24/APA)

Aufgerufen am 25.05.2022 um 08:50 auf https://www.salzburg24.at/sport/wintersport/olympische-spiele-diese-salzburger-sind-dabei-114920449

Kommentare

Mehr zum Thema