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Skibergsteigen

Weltcup-Countdown in Bischofshofen

Erstmals Weltcup in Salzburg

Jakob Herrmann David Geieregger
Der Pongauer Jakob Herrmann zählt im Individual zu den Favoriten.

Die Spannung steigt im Pongau ins Unermessliche, denn am Freitag und Sonntag findet mit der 15. Hochkönig Erztrophy erstmals ein Weltcup im Skibergsteigen in Salzburg statt. Wir haben uns wenige Tage vor dem Auftakt mit den Organisatoren über die wetterbedingte Verlegung der Individual-Strecke und die derzeitige Schneelage unterhalten.

Bischofshofen, Mühlbach am Hochkönig

"Es ist aktuell sehr weiß am Hochkönig", lacht Thomas Wallner vom Organisationskomitee bei seinem Besuch in der S24-Redaktion am Montag. Die Voraussetzungen passen gut und die Vorbereitungen laufen demnach bestens. Bis zu 100 freiwillige Helfer unterstützen beim Aufbau und während des gesamten Wochenendes.

Erster Weltcup im Land Salzburg

In Bischofshofen steigt mit der 15. Hochkönig Erztrophy am Wochenende nämlich der Weltcup-Auftakt im Skibergsteigen. Ein solches Wettkampf-Format fand das letzte Mal vor zwölf Jahren am Dachstein auf österreichischem Boden statt.

Individual-Strecke wurde verlegt

Von den drei Rennen werden der Sprint am Freitag und das Individual (Sonntag) als ISMF-Weltcup-Rennen ausgetragen, insgesamt pilgern etwa 400 internationale Sportler in den Pongau. Das Vertical (Samstag) zählt zusätzlich zur Alpencup-Wertung. Wegen der momentan vorherrschenden Schneesituation und der prognostizierten Bedingungen wurde die Individual-Strecke jedoch weiter nach unten verschoben, erklärt Wallner. "Oben ist noch alles gesperrt und es ist nicht absehbar, wie lange das noch dauert", so der ehemalige Athlet. Der alternative und risikofreie Start ist nun im Bischofshofener Sprungstadion – von dort aus geht es für die Sportler hinauf zum Hochkeil und Arthurhaus, entlang am Fuße des Hochkönigs. "Die Verhältnisse im Tal sind gut", sagt Wallner. Es gebe keinerlei Einschränkungen für Sportler und Zuschauer.

"Begeisterung ist riesengroß"

Die Organisatoren vertrauen auf ihren jahrelangen Erfahrungsschatz und die Unterstützung des Skiclubs Bischofshofen. "Zudem bekommen wir viel Zuspruch seitens der Bevölkerung, Fans und Sportler – die Begeisterung ist riesengroß." Das zeige sich auch bei der Bettenbelegung in der Region. Neben den zahlreichen Wintertouristen muss schließlich auch ein gesamter Weltcup-Tross untergebracht werden. "In Bischofshofen sind bereits viele Betten belegt und in Mühlbach ist fast alles ausgebucht“, weiß Wallner.

Alle Augen auf Jakob Hermann

Aus österreichischer Sicht zählt Lokalmatador Jakob Herrmann zu den Favoriten im Individual. Der 31 Jahre alte Heeressportler aus Werfenweng setzte sich im vergangenen Jahr erfolgreich auf seiner Paradestrecke durch und will seinen Titel heuer verteidigen.

Beim Sprint schaut im Pongau alles auf Alexander Brandner. Seit seinen Kindertagen ist der 26-Jährige Mitglied beim SC Bischofshofen und hat sich als Nordischer Kombinierer bereits wagemutig von der Paul-Außerleitner-Schanze runtergestürzt. "Er hat sich richtig gut vorbereitet, das wird bestimmt sehr emotional für ihn", meint Wallner, der Neulingen im Skibergsteigen empfiehlt, den Sprint-Start besonders im Auge zu behalten: "Das ist wie eine Explosion, denn die Profis beschleunigen mit ihren Tourenskiern auf 18 bis 20 km/h."

Skibergsteigen ist Breitensport

In den letzten zehn Jahren hat sich die Zahl der Skitourengeher bzw. Skibergsteiger verdoppelt und ist auf weit über 600.000 aktive Sportler gestiegen – die Trendsportart ist mittlerweile zum Breitensport geworden.

(Quelle: SALZBURG24)

Aufgerufen am 26.09.2020 um 05:10 auf https://www.salzburg24.at/sport/wintersport/skibergsteigen-weltcup-countdown-in-bischofshofen-64082086

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