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Sinkender Ölpreis

Kogler will hohe Spritpreise prüfen lassen

Wettbewerbshüter sollen Untersuchung durchführen

Vizekanzler Kogler: Verdacht, dass sich wer eine goldene Nase verdient
"Es drängt sich der Verdacht auf, dass sich ein paar Öl-Konzerne auf Kosten der Leute eine goldene Nase verdienen", schrieb  Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) auf Twitter.

In den hohen Spritpreisen ortet Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) einen Fall für die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB): "Obwohl der Ölpreis den dritten Tag in Folge sinkt, bleiben die Preise an den Tankstellen gleich", erklärte Kogler Dienstagabend auf dem Kurznachrichtendienst Twitter.

"Es drängt sich der Verdacht auf, dass sich ein paar Öl-Konzerne auf Kosten der Leute eine goldene Nase verdienen. Da geht es nicht um Millionen, sondern um Milliarden", so der Vizekanzler weiter. Kogler zufolge könnte die BWB in einem ersten Schritt eine Branchenuntersuchung durchführen. "Wenn es da nicht mit rechten Dingen zugeht und Konzerne mit dem Krieg ein Geschäft machen, dann müssen wir einschreiten", so der Vizekanzler.

Treibstoffpreise leicht gesunken

Nach dem enormen Anstieg vergangene Woche waren die Preise für Diesel und Benzin Anfang dieser Woche leicht gesunken. Diesel kostete zuletzt an der Mehrheit der Tankstellen zwar wieder weniger als 2,0 Euro und Benzin notierte unter 1,9 Euro. Die Preisaufschläge sind aber weiter teils beträchtlich. Die Mineralölindustrie sprach am Montag von einer "extrem hohen" Treibstoffnachfrage vergangene Woche und "geopolitischen Risikoaufschlägen".

Benzin-Preis sank vielerorts unter 1,9 Euro
ARCHIV - 02.02.2022, Niedersachsen, Sandkrug: Eine Zapfpistole mit der Aufschrift ·Super· steckt an einer Tankstelle in der Tanköffnung eines Fahrzeugs. Das Statistische Bundesamt gibt am 11.02.2022 die Inflationsrate für Januar 2022 bekannt. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Spritpreise heute unter 2 Euro pro Liter

Die Preise für Sprit sind am Montag in ganz Österreich wieder unter zwei Euro gelegen: Ein Liter Super Benzin kostete Montagnachmittag (Stand 15 Uhr) an rund tausend der rund 1.400 Tankstellen …

Regierung will Inflation abfedern

In der Regierung wird derzeit um Maßnahmen zur Abfederung der Inflation gerungen, wie der APA von mehren Seiten bestätigt wurde. Da es noch keine Ergebnisse gibt, wird es beim Ministerrat am Mittwoch keine medienöffentlichen Auftritte geben. Das kommt eigentlich nur sehr selten vor.

Grüne bei Steuersenkung skeptisch

Die Grünen sind dem Vernehmen nach skeptisch bei Mehrwertsteuersenkungen auf Benzin und Diesel. Davon raten auch Experten des Wirtschaftsforschungsinstituts (Wifo) und des Instituts für Höhere Studien ab. Die Preissignale außer Kraft zu setzen, würde die Ziele, die Abhängigkeit von Öl und Gas sowie den CO2-Ausstoß zu reduzieren, konterkarieren. Wichtiger wären zielgerichtete, und dafür großzügige, Hilfen für einkommensschwache Haushalte, meinen etwa die IHS-Experten Klaus Weyerstraß und Sebastian Koch.

Der Krieg und seine Folgen werden laut Fiskalratspräsident Christoph Badelt das Wirtschaftswachstum ein bis zwei Prozentpunkte herunterschrauben und das Defizit erhöhen. Wenn der Staat zusätzlich Stützungsmaßnahmen finanzieren müsse, "und das wird er tun müssen, wird der Effekt noch größer", sagte Badelt in der "ZiB1" Dienstagabend. Er geht davon aus, dass es ein Nachtragsbudget brauchen werde angesichts der bevorstehenden Mehrausgaben wie etwa Teuerungshilfen für Private und Unternehmen, Mehrausgaben für Flüssiggas und Verteidigung.

(Quelle: APA)

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