Jetzt Live
Startseite Pongau
Heftige Unwetter

Sieben meterhohe Muren gehen in Wagrain ab

B163 bleibt vorerst gesperrt

Straßensperre Radstadt FF Radstadt
Auch in Radstadt mussten einige Straßen nach den heftigen Unwettern gesperrt werden. Im Bild: die überflutete Römerstraße.

Nach den heftigen Unwettern Samstagabend im Pinzgau und Pongau, ist die B163 zwischen St. Johann/Pg. Und Wagrain weiterhin gesperrt. Insgesamt gingen dort sieben meterhohe Muren ab, Eingeschlossene konnten erst bis zum späten Abend evakuiert werden.

Wagrain, Radstadt

Nach den Unwettern mit Starkregen, Hagel und Windböen rückten Salzburgs Floriani Samstagabend zu hunderten Einsätzen aus – wir haben ausführlich berichtet.

Besonders betroffen war Wagrain im Pongau. Dort gingen auf der B163 mehrere meterhohe Muren ab, berichtet die Polizei am Sonntag in einer Aussendung. Bereits am Nachmittag wurden die Einsatzkräfte über die ersten Murenabgänge alarmiert, heißt es. Da zu diesem Zeitpunkt die Straße bereits mit Steinen und Geröllen verlegt war, mussten die Polizisten, gemeinsam mit dem Einsatzleiter des Roten Kreuzes zu Fuß die Straße passieren um festzustellen, dass keine Personen verschüttet waren.

16 Fahrzeuge verschüttet

Im Zuge dessen konnten insgesamt 16 Fahrzeuge, zum Teil leicht mit Schlamm verschüttet aufgefunden werden. Es wurde jedoch kein Fahrzeug direkt von einer Mure getroffen. Aufgrund der Ersteinschätzung der eingesetzten Kräfte wurde das Freimachen der Straße am 22. August für unmöglich eingestuft.

Mehrere Eingeschlossene evakuiert

Einige Autofahrer konnten weder vor noch zurück, "sie wurden durch die Mure abgeschnitten", schilderte der Bürgermeister von Wagrain und Ortsstellenleiter der Bergrettung, Axel Ellmer, im APA-Gespräch. Die Bergrettung hat die Feuerwehr bei der Personenbergung unterstützt.

Die Einsatzkräfte brachten rund 50 Fahrzeuginsassen in Sicherheit. Etwa 15 Personen wurden an einer Baggerschaufel mit Gurten gesichert und über einen Graben transportiert. Weitere Insassen wurden mit Einsatzwägen der Feuerwehr und Bergrettung über einen Seitenweg aus dem Gefahrenbereich geholt. 

Die geborgenen Personen wurden gegen 21.30 Uhr in der Feuerwehrzeugstätte Wagrain vom Roten Kreuz versorgt. Taxi-Busse brachten sie nach Hause. Eine Familie wurde laut Ellmer in einer Pension untergebracht. Neben zahlreichen Feuerwehrleuten und Helfern des Roten Kreuzes waren auch Polizisten und fünf Bergretter aus Wagrain sowie weitere acht Bergretter aus Flachau im Einsatz. Ein Sprecher des Landesfeuerwehrkommandos erklärte, dass auch einige Häuser evakuiert werden mussten. Verletzt wurde niemand.

Der gesamte Einsatz erwies sich als schwierig, da die Bedrohung von weiteren Muren ständig gegeben war und aufgrund des anhaltenden Regens kein Übersichtsflug durch einen Hubschrauber gestartet werden konnte, so die Polizei.

Aufräumarbeiten in Wagrain gestartet

Es wurde bereits in den Abendstunden mit den Aufräumarbeiten begonnen. Die Straßensperre ist derzeit noch aufrecht. Die Schadenssumme ist derzeit nicht bekannt.

Straßensperren auch in Radstadt

Auch in Radstadt mussten aufgrund des Unwetters vorerst mehrere Straßen gesperrt werden. Aufgrund von Überschwemmungen und Vermurungen wurden die Aufräumarbeiten von der Freiwilligen Feuerwehr durchgeführt. Es entstand erheblicher Sachschaden. Verletzt wurde niemand.

Straßensperre Römerstraße Die heutigen heftigen Niederschläge haben leider zu Überflutungen im Bereich der Römerstraße...

Gepostet von Freiwillige Feuerwehr Radstadt am Samstag, 22. August 2020
(Quelle: SALZBURG24/APA)

Aufgerufen am 28.10.2020 um 08:55 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/pongau/wagrain-meterhohe-muren-gehen-nach-unwettern-ab-91857646

Kommentare

Mehr zum Thema