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RLW: Schlägerei überschattet Salzburg-Derby

Bischofshofens Vait Ismaili (re.) brannten nach dem Spiel gegen Grödig die Sicherungen durch. Krugfoto/Archivbild
Bischofshofens Vait Ismaili (re.) brannten nach dem Spiel gegen Grödig die Sicherungen durch.

Wenn statt dem Fußball die Fäuste fliegen! Beim Westliga-Duell zwischen Bischofshofen und Grödig kam es am Freitag im Salzburg-Derby nach dem 2:1-Sieg der Pongauer zu einer handfesten Schlägerei. Sogar die Polizei war vor Ort.

Bischofshofen zeigte gegen ersatzgeschwächte Grödiger in einem rassigen Spiel erfrischenden Fußball undging mit 2:1 als Sieger vom Platz. Alle – bis auf den etatmäßigen Bischofshofen-Kapitän Vait Ismaili – feierten den zweiten Saisonsieg.

Ismaili brennen die Sicherungen durch

Nachdem Simon Schilchegger (4.) früh einen Fehler von GrödigsBartu Aygünzur1:0-Führung eiskalt ausnutzte, überschlugen sich in der zweiten Halbzeit die Ereignisse. Ismaili – ansonsten mit der Kapitänsschleife in der Startelf – kam in der Pause ins Spiel und wurde von Grödigs Kapitän Luka Radulovic nach einem harten Zweikampf am Knöchel verletzt. Nach33 gespielten Minuten mussteder Flügelspieler ausgewechselt werden. Selbst nachdem Pielorz per Kopf Hölzls Ausgleich egalisierte und Bischofshofen als Sieger feststand, war Ismaili immer noch nicht Herr seiner Emotionen. "Er hat mich mit vollster Absicht verletzt und mich und meine Mutter auf serbisch beschimpft", wütete Ismaili im Gespräch mit SALZBURG24.

Grödigs Luca Radulovic geriet mit Ismaili aneinander./Krugfoto Salzburg24
Grödigs Luca Radulovic geriet mit Ismaili aneinander./Krugfoto

Schlägerei in Bischofshofener Kabinentrakt

Im Kabinentrakt soll Ismaili dann Radulovic abgepasst haben. Auch Bischofshofen-Kicker Alexander Pöllhuber und Igor Bosnjak konntenden Heißspornvon einer erneuten Konfrontation nicht abhalten. "Was auch immer am Platz passiert ist, Ismaili hat Null Berechtigung sich nach dem Spiel so einer Auseinandersetzung zu stellen",stellte BSK-Macher Patrick Reiter klar.

Ismaili soll laut Reiter in Richtung Radulovic gehüpft sein und ihn Stirn an Stirnmit der Situation konfrontiert haben. Danach ließen beide Spieler die Fäuste sprechen. "Eine völlig sinnlose Aktion. Beide sind komplett durchgedreht", verriet Reiter, der einen Meter daneben gestanden haben sein soll. "Radulovic hat zum ersten Faustschlag ausholt, aber Ismaili darf nicht zurückschlagen", fügte Reiter an.

Polizei bestätigt Anzeige wegen Körperverletzung

Folglich konnten die Vereinsverantwortlichen beider Teams das Handgemenge auflösen und gemeinsam mit der von Radulovic gerufenen Polizei die Situation beruhigen. Auf S24-Anfrage bestätigt Salzburgs Polizeisprecher Michael Rausch, dass eine Anzeige wegen Körperverletzung eingegangen sei. Radulovic fuhr danach ins Krankenhaus, konnte allerdings kurze Zeit später wieder entlassen werden. "Wir werdenden Sachverhalt mit allen Beteiligten besprechen und eventuell Konsequenzen ziehen", erklärte Reiter.

Aufsteiger ruiniert Seekirchens Lauf

"Ein klassischer Selbstfaller", analysierte indes Seekirchen-Trainer Alex Schriebl die Pleite gegen Aufsteiger Reichenau. Die Salzburger waren in allen Belangen das schlechtere Team und mussten nach dem Cup-Fight gegen den SAK auch in der Liga geschlagen geben. Auf den Goldtreffer vonStefan Milenkovic(25.) fand Seekirchen keine Antwort mehr. "Wir spielten uns wenig Chancen heraus und hatten hinten richtig viel Probleme. Wenn wir nicht ans Limit gehen, können wir gegen alle Mannschaften verlieren", erklärte Schriebl, dessen Team nach vier Runden erstmals wieder verlor.

Regionalliga West: 7. Runde

  • Reichenau : Seekirchen 1:0 (1:0)
  • Bischofshofen : Grödig 2:1 (1:0)

(Quelle: S24)

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