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Mehr Einnahmen als Ausgaben

Salzburg baut über 200 Mio. Euro Schulden ab

Geldscheine LMZ/Franz Neumayr
Salzburg hat rund 1,47 Milliarden Euro Schulden.

Das Land Salzburg hat seinen Schuldenstand weiter gesenkt. Im ersten rein nach den Kriterien der doppelten Buchführung erstellten Rechnungsabschluss stehen Einnahmen in der Höhe von 2,84 Milliarden Euro Ausgaben von rund 2,81 Milliarden Euro gegenüber. Der Schuldenstand des Landes sinkt damit von rund 1,68 auf rund 1,47 Milliarden Euro.

Im Vergleich zum Voranschlag 2018 sind die Einnahmen um rund 47,5 Millionen Euro gestiegen und die Ausgaben um rund 31,5 Millionen Euro geringer ausgefallen. „Die Mehreinnahmen sind im Wesentlichen auf die konjunkturell bedingten höheren Ertragsanteile mit einem Plus von rund 23,3 Millionen Euro sowie aber auch auf etliche Einmaleffekte wie etwa weitere Auflösungen der Wohnbaubank-Veranlagungen zurückzuführen. Zudem haben wir wie schon in den Jahren zuvor durch einen sehr strengen Budgetvollzug mit regelmäßigem Reporting danach getrachtet, das Budget und die Ausgaben im Griff zu haben“, sagt Finanzreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl (ÖVP).

Mehr Geld für Straße und Verkehr

Wesentliche Mehrausgaben hat es unter anderem durch die von der EU im Zusammenhang mit der Salzburger Finanzcausa verhängte Geldbuße in der Höhe von 26,8 Millionen Euro oder die begonnene Straßen- und Verkehrsoffensive gegeben. „Zu einigen Differenzen zwischen den im Voranschlag budgetierten Werten und den tatsächlichen Einnahmen und Ausgaben ist es durch die Planungsunsicherheiten und Unabwägbarkeiten zum Budgetierungszeitpunkt des Doppelbudgets im Herbst 2016 gekommen“, so Stöckl.

Salzburgs Schuldenberg schmilzt

„Besonders erfreulich ist, dass es uns im vergangenen Jahr gelungen ist, den Schuldenberg des Landes weiter zu drücken: von 1,68 Milliarden Euro zu Jahresbeginn auf rund 1,47 Milliarden Euro per 31. Dezember 2018. In die Schuldentilgung im Ausmaß von rund 218 Millionen Euro sind – wie in der Regierung vereinbart – unter anderem die Erlöse aus der weiteren Auflösung der Wohnbaubank-Kredite in der Höhe von rund 112 Millionen Euro geflossen. Zudem hat uns auch die sehr günstige Haushaltssituation maßgeblich dabei geholfen, die Schulden weiter abzubauen“, so Stöckl, der in diesem Zusammenhang auch auf die Pro-Kopf-Verschuldung in Salzburg verweist: „Diese ist durch den Schuldenabbau von rund 3.000 Euro im Jahr 2017 auf rund 2.650 Euro zurückgegangen und liegt damit klar unter dem österreichweiten Durchschnitt von knapp über 3.000 Euro.“

Zinslast fällt auf 34,9 Millionen Euro

Durch den Abbau von Schulden ist auch die Zinsbelastung für das Land Salzburg weiter stark gesunken. „Waren es nach der Finanzcausa noch mehr als 60 Millionen Euro, die das Land im Jahr 2013 an Zinsen zu begleichen hatte, ist es uns in den vergangenen Jahren durch den Konsolidierungskurs gelungen, diese Belastung kontinuierlich und beträchtlich zu senken. Im Rechnungsjahr 2018 lag der Zinsaufwand mit rund 34,9 Millionen Euro deutlich unter jenem des Jahres 2017, in dem wir noch rund 41 Millionen Euro an Zinsen zu bezahlen hatten“, so Stöckl.

Rechnungshof und Landtag am Zug

Der Rechnungsabschluss 2018 wird kommende Woche dem Rechnungshof zur Prüfung übergeben, im Oktober wird er im Salzburger Landtag behandelt.

(Quelle: SALZBURG24)

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