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FC Pinzgaus Plan A heißt Profi-Fußball

Flutlicht ist größte Aufstiegs-Hürde

FC Pinzgau, Tamas Tandari Krugfoto
Der FC Pinzgau (Tamas Tandari/vorne) strebt den Aufstieg in die 2. Liga an.

Das Mauerblümchen-Dasein beim FC Pinzgau gehört der Vergangenheit an. Mit finanzstarken US-Investoren soll in Saalfelden Großes wachsen und der Aufstieg in den Profi-Fußball gelingen. Vorstandsmitglied Christian Herzog erklärt im Gespräch mit SALZBURG24, welche Hürden noch zu überwinden sind und wie sich der Kader für die überregionale Westliga verändern wird.

Saalfelden am Steinernen Meer

Nicht nur der SAK plant den Sprung in die 2. Liga, sondern auch mit dem FC Pinzgau will der zweite Klub mit Aufstiegsambitionen die Westliga aufmischen.

FC Pinzgau Facebook/FC Pinzgau
Das Bürgerau-Stadion in Saalfelden muss für den Profi-Fußball noch adaptiert werden.

FC Pinzgau stellt Weichen für Profi-Fußball

Fünf Jahre Abstiegsstrudel sind den Saalfeldenern genug. Einem halben Jahr nach dem Einstieg von drei US-Investoren will die Crew vom ehemalige Liverpool-Star Christian Ziege beim Konzert der Großen mitspielen. Die Weichen dafür seien bereits fast alle gestellt. "Unsere größte Hürde bleibt weiterhin die Aufrüstung beim Flutlicht auf 400 Lux. Dazu kommen noch Anpassungen am Stadion und Genehmigungen", sagte Herzog auf S24-Anfrage.

Das Vorstandsmitglied bezeichnet den Zwischenschritt mit Kosten von rund 65.000 Euro als "sinnloses Unterfangen", denn für den Profi-Betrieb und TV-Übertragungen werden 800 Lux Lichtstärke vorgeschrieben. Dafür braucht es jedoch stärkere Masten und mehr Zeit, die den Pinzgauern bis zur Abgabe der Lizenzunterlagen beim ÖFB (3. März) allerdings fehlen. Die notwendigen Genehmigungen erwartet Herzog im Laufe des Monats. Auf S24-Anfrage im Bauamt der Stadt Saalfelden wollte man darauf jedoch keine Auskunft geben.

FC Pinzgau, Christian Ziege Krugfoto
Startrainer Christian Ziege hat mit dem FC Pinzgau Großes vor.

US-Investoren hauchen Pinzgau Professionalität ein

Im neuen Liga-Format nahm der FC Pinzgau unter der Führung von Ziege und Co im Herbst eine dominierende Rolle ein und stieg mit einigen Kooperationsspieler aus dem zweiten Glied von Real Salt Lake (aus der US-Liga MLS) in das Frühjahrs-Play-off auf. Die Partnerschaft mit den Amerikanern hinterließ bereits unübersichtliche Spuren.

"Das Fazit ist absolut positiv, wir sind gewachsen und das professionelle Know-How der Investoren tut uns in allen Ebenen gut", ließ Herzog wissen. Die Fusion mit der amerikanischen Kapitalgesellschaft sei juristisch (Firmenbuch und Vereinsregister) nahezu abgeschlossen. "Nur die Möglichkeiten mit deren fachlicher Expertise können wir noch nicht ausschöpfen – erst im Profi-Fußball."

 

FC Pinzgau will sich verstärken

Beim Trainingsauftakt vor acht Tagen musste Ziege auf vier Spieler verzichten. Spielgestalter Pablo Ruiz (Real Salt Lake City), Charlie Adams, Nathaniel Adamolekun (beide unbekannt) und Christof Klinkan (Bramberg) verabschiedeten sich vom Verein. In den nächsten Tagen sollen drei bis fünf Neuzugänge präsentiert werden. "Neben Kooperationsspielern aus aller Welt werden auch arrivierte Kicker aus Österreich dabei sein", verriet Herzog.

Bevor die Ziege-Crew allerdings den sportlichen Sturmlauf in der überregionalen Westliga startet, schauen sich die Klubverantwortlichen einige Strukturen der SV Ried ab, um auf das Abenteuer Profi-Fußball gerüstet zu sein. Die ehemalige graue Maus in der Regionalliga West scheint nun ernst zu machen. Doch zunächst muss Rang zwei in der Westliga erreicht werden. Los geht es am 14. März mit dem Salzburg-Kracher gegen den SAK 1914.

(Quelle: SALZBURG24)

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