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Wirrwarr um neuen Liga-Namen

"Eliteliga" ist Geschichte

Herbert Hübel - Präsident des Salzburger Fußballverbands APA/AFP/LOUISA GOULIAMAKI
Herbert Hübel, Präsident des Salzburger Fußballverbands, klärt im Namens-Wirrwarr über die Regionalliga Salzburg auf.

Wie jetzt? Eigentlich sollte nach der Liga-Reform in der Regionalliga West der künftige Name auf "Eliteliga" geändert werden. Doch nun kommt es anders: Wie Herbert Hübel, Präsident des Salzburger Fußballverbands auf S24-Anfrage mitteilte, entschied man sich am Wochenende bei der "Taufe" auf den Namen Regionalliga Salzburg.

Das ÖFB-Präsidium verkündete Mitte Dezember in einer Sitzung, dass die Reform-Empfehlungen des niederländischen Beratungsunternehmens Hypercube ab der Saison 2019/2020 in Kraft treten. Damit spielen ab der kommenden Saison im Herbst je zehn Teams in ihren jeweiligen Landesverbänden (Tirol, Salzburg und Vorarlberg) gegeneinander. Danach folgt im Frühjahr eine überregionale Phase mit sechs Teams. In dieser Eliteliga spielen die jeweils besten zwei Mannschaften jedes der drei Bundesländer um den Aufstiegsplatz der Region West in die Zweite Liga. Mit dieser Reform geht auch eine Namensänderung der Liga einher.

Regionalliga Salzburg statt Eliteliga

Ursprünglich sollte die dritte Spielklasse im Westen "Eliteliga" getauft werden. Hübel ließ bereits Mitte Februar im SALZBURG24-Talk wissen, dass darüber nicht das letzte Wort gesprochen worden ist. "Mir gefällt der Begriff Eliteliga nicht, da er die anderen Ligen mit seiner Bezeichnung schmälert", erklärte Hübel die Entscheidung pro Regionalliga Salzburg. Dort werden die sieben Salzburger Westligisten sowie drei Aufsteiger aus der Salzburger Liga spielen. Die Klassenstärke in der Salzburger Liga wird auf 14 Vereine reduziert, und mit dem Meister und Vizemeister aus der 1. Landesliga aufgefüllt.

 

So sieht die Regionalliga Salzburg aus

Nach derzeitigem Stand werden folgende Teams an der Regionalliga Salzburg teilnehmen:

  • Anif
  • Seekirchen
  • St. Johann
  • Grödig
  • Wals-Grünau
  • Pinzgau Saalfelden
  • Bischofshofen
  • SAK 1914
  • Austria Salzburg
  • Kuchl oder Neumarkt

Aus der Salzburger Liga haben fünf Runden vor Saisonende der SAK 1914 und Austria Salzburg die besten Karten für den Aufstieg, sind kaum mehr einzuholen. Dahinter rangeln noch Kuchl und Neumarkt um das letzte Ticket. Sollte der Drei-Punkte-Vorsprung der Tennengauer bis zum Finish anhalten, droht ein Krimi im direkten Duell zum Saisonausklang. "Das wollen wir uns ersparen und schon alles vorher fixieren", sagte Kuchl-Trainer Mario Helmlinger.

Übrigens: Tirol hat sich auch bereits von der "Eliteliga" verabschiedet und bennent seine regionale Spielklasse in "Regionalliga Tirol" um. Einzig Vorarlberg könnte hier aus der Reihe tanzen und an dem ursprünglich geplanten Namen festhalten.

(Quelle: SALZBURG24)

Salzburgs Fußball-Präsident im S24-Talk

Herbert Hübel - Präsident des Salzburger Fußballverbands APA/AFP/LOUISA GOULIAMAKI
Herbert Hübel, Präsident des Salzburger Fußballverbands, klärt im Namens-Wirrwarr über die Regionalliga Salzburg auf.

Herbert Hübel, Präsident des Salzburger Fußballverbands (SFV), stellte sich am Montag im SALZBURG24-LIVESTREAM unseren Fragen: Wie genau funktioniert die Eliteliga und wie geht es nach dem Auslaufmodell im Unterhaus weiter?

Die Regionalliga West hat ausgedient, so viel steht fest. Ab Sommer wird in der neuen Eliteliga nur regional um Punkte gespielt – die Westliga wurde schneller reformiert als es den Salzburger Vereinen lieb war. Tirol und Vorarlberg boxten ihren Vorschlag durch.

So sieht die Eliteliga in Salzburg aus

Die zehn besten Amateurteams spielen ab der Saison 2019/20 künftig im Herbst im eigenen Bundesland gegeneinander. Die besten zwei Mannschaften duellieren sich im Frühjahr gegen Tiroler und Vorarlberger Teams um den Aufstieg in die 2. Liga. Diese sechs Vereine spielen dann jeweils drei Mal gegeneinander und ermitteln so den Aufsteiger in die zweithöchste österreichische Leistungsstufe. Der Rest kickt weiter im eigenen Bundesland, wobei der Letzte in die vierte Leistungsklasse absteigen muss. "Das sind 32 Spiele pro Saison und somit viel zu viele. Wir sprechen hier vom Amateurfußball", erklärte Hübel im Gespräch mit S24.

Das 2016 wiedergewählte SFV-Präsidium um Brosch, Schmidt, Hübel, Huber, Haas (v.l.n.r.). BERND KÄFERBÖCK PHOTOGRAPHY
Das 2016 wiedergewählte SFV-Präsidium um Brosch, Schmidt, Hübel, Huber, Haas (v.l.n.r.)

SFV-Präsident Herbert Hübel im S24-LIVESTREAM

Doch wie lange bleibt diese "Zwischenlösung" bestehen? Salzburg hat bekanntlich den Vertrag mit den beiden Bundesländern gekündigt. Wie steht SFV-Präsident Herbert Hübel zu diesem Auslaufmodell und welche Entscheidungen müssen getroffen werden, um den Fußball attraktiv zu gestalten? Diese und weitere Fragen widmete sich der Jurist am Montag im SALZBURG24-LIVESTREAM.

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