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Harte Maßnahmen

Schlussstrich! SAK löst alle Verträge auf

Salzburger Stadtverein stoppt Zahlungen

SAK, Sportanalge, Stadion, Krugfoto
Dem Regionalligisten SAK 1914 stehen schwere Zeiten bevor.

Der Liga-Stopp im Amateurfußball hat schwerwiegende Konsequenzen für Salzburgs Sportvereine. Neben den ausbleibenden Einnahmen springen beim Fußballverein SAK 1914 immer mehr Sponsoren ab. Die Folge: Der Stadklub löst nach SALZBURG24-Informationen alle Spieler- und Trainerverträge mit sofortiger Wirkung auf.

Bereits Anfang April signalisierte SAK-Obmann Josef Penco im S24-Interview, dass der Fußballverein aufgrund der Corona-Krise mit einem enorm hohen wirtschaftlichen Schaden zu kämpfen hat. Auf 100.000 Euro bezifferte der Langzeit-Funktionär die finanziellen Verluste bei den Nonntalern. "Spieler-Kosten, die aufgrund der Geringfügigkeit anfallen, und Instandhaltung für Infrastruktur etc. kosten uns enorm viel Geld. Und das, obwohl nicht gespielt werden kann", sagte Penco damals.

Zahlungsstopp: Sämtliche Verträge beim SAK verlieren Wirkung

Am Montag sickerte durch, dass der SAK 1914 mit sofortiger Wirkung sämtliche Verträge per E-Mail auflöst hat, um die Liquidität des Vereines nicht zu gefährden. "Da wir keine Einnahmen haben, sahen wir uns zu diesem harten Schritt gezwungen", sagt Penco im Gespräch mit SALZBURG24. Der Verein habe keine finanziellen Mittel mehr, um Spieler und Trainer weiterhin zu bezahlen, heißt es von Noch-Präsident Christian Schwaiger: "Uns tut es für die Kicker sehr leid, aber uns blieb nichts anderes übrig. Ich verstehe, wenn einige Spieler jetzt verärgert sind", erklärt der Unternehmer auf S24-Anfrage.

Sobald die Förderungen von Bund und Land Salzburg ausgeschüttet werden, wollen Schwaiger und der gesamte SAK-Vorstand auch den Spielern wieder etwas zukommen lassen. Generell glaubt der Präsident, der seine Sponsoraktivitäten auch an den Nagel hängt, dass man sich mittelfristig um den Stadtklub keine Sorgen machen brauche, aber dass der gesamte Fußball einen extremen Wandel durchleben wird. "In Zukunft werden wohl viel kleinere Brötchen gebacken werden. Zuletzt herrschte viel Egoismus und ich würde mir wünschen, dass die Leute mehr zusammenrücken und das Miteinander im Vordergrund steht."

(Quelle: SALZBURG24)

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