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Drei knallharte Disziplinen

Triathlon ist für Jedermann

Salzburger Trainerin gibt Tipps für Einsteiger

Schwimmen, Radfahren und dann auch noch Laufen – das ist Triathlon. Vor dem heute startenden Event am Obertrumer See (Flachgau) erklärt uns Monika Stadlmann vom Olympiazentrum Salzburg, warum man sich davor nicht abschrecken lassen sollte und weshalb die Sportart mit drei knallharten Disziplinen eigentlich für Jedermann geeignet ist.

Obertrum am See

Der Startschuss zur elften Auflage des Trumer Triathlons fällt heute – corona-bedingt – unter ganz speziellen Voraussetzungen (wir haben berichtet).

"Jeder Triathlon-Bewerb ist besonders"

Warum Triathlon als ganz besondere sportliche Herausforderung gilt, liegt auf der Hand: Zuerst Schwimmen, dann Radfahren und zum Abschluss auch noch Laufen. Je nach gewählter Distanz sind die Athletinnen und Athleten weniger als eine Stunde (Super-Sprint-Distanz) bis zur stundenlangen Langdistanz, besser bekannt als Ironman, unterwegs – das sind dann 3,9 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,195 km Laufen.

 

"Jeder Triathlon-Bewerb ist – egal wie lang – allein schon wegen der Landschaft ganz besonders", schwärmt Monika Stadlmann im Gespräch mit SALZBURG24 und führt aus: "Drei Disziplinen bringen viel Abwechslung und das Miteinander in der Szene fühlt sich wie eine kleine Familie an."

Warum eigentlich jeder Triathlet werden kann

Mehr als 20 Jahre lang prägte Stadlmann die aktive Triathlon-Szene, heute ist die mehrfache Staatsmeisterin und Amateur-Weltmeisterin Mitarbeiterin am Institut für Sportwissenschaften und Trainerin im Olympiazentrum Salzburg. Generell könne jeder – der es sich zutraut – bei einem Triathlon mitmachen, meint die 42-Jährige. "Voraussetzung ist regelmäßiges Sporttreiben und jeder sollte sich fragen, ob man in der Lage ist, diese Belastung zu meistern." Dafür sollte eine grundlegende Sportlichkeit mitgebracht werden.

Der ganze Körper wird trainiert

Wer sich ernsthaft für den Triathlonsport interessiert, dem rät Stadlmann, sich vorher einer sportmedizinischen Untersuchung zu unterziehen. "Das geht einher mit einer individuellen Trainingsempfehlung." Trainiert werden bei dem Mix aus drei Ausdauersportarten, neben der gesamten Muskulatur und dem Bindegewebe, insbesondere konditionelle und koordinative Fähigkeiten. Durch die sportliche Belastung sinkt der Stress und Endorphine, also Glückshormone, werden im Körper ausgeschüttet. Im Wettkampf kommen die Sportlerinnen und Sportler dann oft an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit.

Häufige Anfängerfehler

Damen und Herren können grundsätzlich bei allen Triathlon-Distanzen an den Start gehen. Einsteigern rät Stadlmann, die ersten Bewerbe mit einer Staffel abzuhalten. "Denn dort können sich die Athletinnen und Athleten die drei Disziplinen aufteilen." Besonders der Wechsel vom Fahrrad zum Laufen sei anfangs sehr ungewohnt und anstrengend.

SB: Trumer Triathlon, Zieleinlauf Trumer Triathlon
Der Zieleinlauf beim Trumer Triathlon 2020.

"Bloß nicht die Intensität übertreiben lautet die Devise", mahnt die Triathlon-Trainerin. "Anfänger glauben oft, bis zu 20 Wochenstunden beim Training schwitzen zu müssen. Aber das braucht es nicht." Es komme immer darauf an, in welcher sportlichen und mentalen Verfassung man sich aktuell befinde. "Das Wichtigste ist, auf sich selbst zu hören", weiß Stadlmann.

Stadlmann: "Mehr bringt nicht mehr"

Für die meisten angehenden Triathleten sei das Schwimmen die "technisch anspruchsvollste Disziplin". Eine richtig oder falsch ausgeführte Kraultechnik kann über Sieg oder Niederlage entscheiden. Und gleich in der ersten Sportart hinten dran zu sein, dürfte auch nicht unbedingt die Motivation für den weiteren Wettkampfverlauf steigern. "Triathlon- oder Schwimmtrainer können hier wertvolle Tipps geben, denn das Schwimmen steht und fällt mit der Technik."

Grundsätzlich rät Stadlmann allen angehenden Triathleten regelmäßig Sport mit einem Plan zu machen, statt viel von allem zu versuchen: "Mehr bringt nicht mehr. Und Ruhetage sind die wichtigsten Tage, an dem man sich verbessert und regeneriert", weiß die Sportwissenschaftlerin. "Da passt sich der Körper an die Belastung an und die Energiespeicher werden wieder aufgefüllt." Und mit gestärkten Kräften schwimmt, radelt und läuft es sich schließlich besser.

(Quelle: SALZBURG24)

Aufgerufen am 04.08.2020 um 03:53 auf https://www.salzburg24.at/sport/sportmix/warum-triathlon-fuer-jedermann-geeignet-ist-90291238

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